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Rekordzahl: 46 Bewerber treten bei Peiner Träger für den Betriebsrat an

Peine Rekordzahl: 46 Bewerber treten bei Peiner Träger für den Betriebsrat an

Peine. Rekordzahl bei der kriselnden Stahlfirma Peiner Träger: Bei der anstehenden Betriebsratswahl von Dienstag, 11., bis Freitag, 14. März, treten so viele Kandidaten der Gewerkschaft IG Metall wie noch nie an: Es sind 46 Bewerber, die sich für 13 Posten zur Wahl stellen. Die Amtszeit des Betriebsrates beträgt vier Jahre.

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Udo Meyer zeigt den Aushang, der auf die bevorstehende Betriebsratswahl bei Peiner Träger hinweist.

Quelle: tk

Erneut antreten wird der amtierende Betriebsrats-Vorsitzende Udo Meyer. Er sagte der PAZ: „Ich finde es toll, dass sich so viele unserer Mitarbeiter politisch engagieren wollen, obwohl die Wirtschaftskrise unser Unternehmen so hart getroffen hat.“

Hintergrund: Die Firma Peiner Träger, die zum Stahlkonzern Salzgitter AG gehört, verzeichnete 2013 allein ein Minus in Höhe von 240 Millionen Euro. Das Unternehmen musste wegen der geringen Nachfrage nach Stahlträgern 300 Arbeitsplätze streichen. In der Fuhsestadt sind bei Peiner Träger jetzt noch 770 Mitarbeiter tätig (PAZ berichtete). Dazu erklärte Meyer: „Wegen des Stellenabbaus wird jetzt auch die Anzahl der Betriebsrats-Mitglieder von 15 auf 13 reduziert.“

Warum ist das Interesse an einer Mitarbeit im Betriebsrat so groß? „Unsere Mitarbeiter spüren die Gefahr, denn es drohen Einkommens- und sogar Jobverlust. Deswegen wollen sich viele politisch engagieren und ein Signal setzen, dass Arbeitnehmer nicht weiter geschröpft werden dürfen“, so der Vorsitzende. Er hofft, dass im Stahlbereich endlich die Talsohle durchschritten ist und dass die Nachfrage nach Stahl und Trägern wieder steigt. Möglich wäre dies zum Beispiel durch einen Großauftrag der Deutschen Bahn. Meyer weiter: „Es ist doch allgemein bekannt, dass in Deutschland 3000 Eisenbahnbrücken saniert werden müssen. Doch weil kein Geld da ist und der Staat nicht interveniert, passiert nichts. Das trifft uns als Firma hart, denn so fehlt ein Großauftrag. Für die Brückensanierung würde man natürlich viele Stahlträger benötigen.“ Und auch die staatliche Deckelung in der Windkraft führe dazu, dass man weniger Windräder produziere und auch in diesem Bereich weniger Stahl benötige - alles keine guten Entwicklungen.

tk

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