Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Reformationstag: Kirche und Medien sprachen über die Bedeutung von Toleranz

Peine Reformationstag: Kirche und Medien sprachen über die Bedeutung von Toleranz

Peine. „Reformation und Toleranz“ - so lautete das Thema eines außergewöhnlichen Gottesdienstes, der anlässlich des gestrigen Reformationstags in der St.-Jakobi-Kirche stattfand. In einer Art Interview stellten sich der Chefredakteur unserer Zeitung, Dirk Borth, und der Redaktionsleiter der Peiner Nachrichten, Thomas Stechert, den Fragen von Diakon Burkhard Rothermund.

Voriger Artikel
Gabelstapler fing plötzlich Feuer: Brand auf B 65 bei Sierße
Nächster Artikel
Fassanstich im Brauhaus: Premiere für Härke Rotbier

Beim Gottesdienst in St. Jakobi (v.l.): Superintendent Dr. Volker Menke, PAZ-Chefredakteur Dirk Borth, Diakon Burkhard Rothermund und PN-Redaktionsleiter Thomas Stechert.

Quelle: im

Tolerant sein bedeute, andere Menschen und Weltanschauungen so wie sie sind zu akzeptieren, antwortete Borth auf die Frage Rothermunds nach seiner Definition des Wortes. Toleranz sei aus gutem Grund auch im deutschen Grundgesetz verankert, so der PAZ-Chefredakteur, der dazu Artikel 1, Absatz 1 zitierte: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Für Stechert ist Toleranz auch „eine Sache, die man lernen muss“.

Spannend wurde das Interview, als Rothermund wissen wollte, wie es um die Toleranz im Redaktionsalltag bestellt ist. „Wir möchten natürlich möglichst vielen Strömungen in der Gesellschaft eine Stimme geben“, erklärte Borth. Das sei eine wichtige Aufgabe der Tageszeitung. Ein persönliches Anliegen ist es ihm, auch schwächere Gruppen zu Wort kommen zu lassen. „Wir möchten die Vielfalt der Meinungen darstellen und den Dialog anstoßen“, sagte Stechert.

Einig waren sich die beiden Medienmacher zum Abschluss darüber, dass die Kirche toleranter geworden sei. „Ich glaube, dass die Kirche heute kein Problem mehr mit der Toleranz hat“, sagte Borth, der die Entwicklung der Toleranz als „fortwährenden Prozess des Lernens“ bezeichnete. Rothermund bedankte sich schließlich dafür, dass die Vertreter beider Zeitungen so tolerant waren, und sich gleichzeitig seinen Fragen gestellt haben.

In seiner anschließenden Predigt sagte Superintendent Dr. Volker Menke: „Toleranz ist nicht, alles gutzuheißen und laufen zu lassen, wie es ist, bedeutet nicht, kanten- und profillos zu sein. Letztlich kann vielleicht nur ein Mensch mit Überzeugung auch tolerant sein, indem er auch Menschen mit anderer Überzeugung gelten lässt, akzeptiert und mit ihnen ins Gespräch kommt.“ Dann entstehe ein lebendiger Prozess in Frieden. Dr. Menke: „Und wie gesagt, mal sehen, was durch Gottes Geist, durch Gottes Sein und Leben schaffende Kraft sich in diesem Prozess der Toleranz entwickelt“.

mic

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung