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Razzia: Polizei findet Aufzeichnungen und Belege

Lengede Razzia: Polizei findet Aufzeichnungen und Belege

Lengede. Neue Erkenntnisse gibt es nach der Großrazzia der Bundespolizei, in dessen Zuge ein international agierender Schleuser-Ring gesprengt wurde: Bei der Durchsuchung einer Wohnung in Lengede (PAZ berichtete) wurden laut einer Sprecherin handschriftliche Aufzeichnungen und Belege beschlagnahmt, die Hinweise zu einer Täter-Gruppierung geben könnten.

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Einsatz der Bundespolizei am Mittwoch: Maskierte Beamte durchsuchten in ein Haus in Essen nach Hinweisen auf Schleuser-Kriminalität.

Quelle: Marcel Kusch

Die Datenauswertung stehe noch aus. Entgegen aufgekommener Gerüchte, so die Sprecherin weiter, habe sich der Einsatz in Lengede allerdings nicht gezielt gegen eine Person gerichtet. Vielmehr sei es darum gegangen, dass sich in der durchsuchten Wohnung möglicherweise zeitweise einige der verdächtigen Personen aufgehalten haben.

Fast 600 Beamte hatten am Mittwoch zeitgleich Gebäude an 24 Orten in Niedersachsen (darunter Lengede), Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg durchsucht. Sieben Verdächtige wurden festgenommen, darunter auch ein Mann in Hildesheim.

Die Beamten beschlagnahmten unter anderem Computer, Dokumente, Bargeld und Waffen. In Hildesheim stellten sie zudem Böller mit mehr als fünf Kilogramm Sprengstoff sicher. Die Staatsanwaltschaft Hildesheim war dem Schleuser-Ring auf die Spur gekommen, nachdem sie zunächst einen Mann im Visier hatte, der als Mittäter in ein anderes Strafverfahren verwickelt war.

Die Ermittlungen hätten sich dann immer mehr ausgeweitet, sagte eine Polizeisprecherin. Die Razzia richtete sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft schließlich gegen 17 Personen. Ihnen werde unter anderem gewerbsmäßige Einschleusung von Ausländern und Urkundenfälschung vorgeworfen, so Staatsanwältin Christina Panneck.

Sie sollen Libanesen und Syrer mit gefälschten Reisedokumenten und Aufenthaltsgenehmigungen ausgestattet und dann deren illegale Einreise per Flugzeug nach Deutschland organisiert haben. Die Bande habe für ihre Dienste horrende Summen verlangt, berichtet der Einsatzleiter der Bundespolizei, Helgo Martens.

Einzelnen Libanesen und Syrern kostete die illegale Einreise demnach 10 000 Euro. Familien mussten bis zu 90 000 Euro zahlen. „Diese Summen zeigen, dass immer mehr kriminelle Netzwerke sich auf die Schleusungs-Kriminalität fokussieren, weil dort viel Geld zu machen ist“, betont Martens.

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