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Raub im Vollrausch: Peiner muss in Entzugsanstalt

Peiner im Gericht Raub im Vollrausch: Peiner muss in Entzugsanstalt

Weil er im Vollrausch seine Freundin überfallen und ihr 400 Euro geraubt hatte, wurde ein Peiner (30) jetzt zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt. Die Strafe ist mit der Unterbringung in einer Entzugsanstalt verbunden. Der Angeklagte ist schwer alkoholkrank und hat über 35 Entgiftungen hinter sich, die alle erfolglos blieben.

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Quelle: A

Die Tat hatte sich im Mai 2013 ereignet. Täter und Opfer betranken sich auf einer Bank in der Schlossbleiche. Der Täter wusste, dass seine Freundin400 Euro dabei hatte. Zuvor hatten beide überlegt, von dem Geld nach Mallorca auszuwandern. Am Tattag jedoch wollte der Mittel- und damals Obdachlose neuen Alkohol kaufen und bat seine Freundin um Geld. Die aber verweigerte, sodass der Täter ihr das Geld aus einer Bauchtasche entriss und flüchtete.

Eine Radfahrerin, die einen Teil der Szene beobachtet hatte und vor Gericht wichtige Informationen lieferte, kam dem Opfer zur Hilfe, rief die Polizei und verfolgte couragiert den Täter. Dieser wurde kurze Zeit später von der Polizei gestellt. Bei ihm wurde ein Alkoholwert von 3,19 Promille festgestellt. Auch das Opfer war sehr stark alkoholisiert und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Die Beweisführung war schwierig, da beide Beteiligten durch die Alkoholeinwirkung große Gedächtnislücken aufwiesen. Die Anhörung der Zeugin und der Polizisten ließen der Staatsanwaltschaft jedoch keine Zweifel am Tatbestand des Raubes und damit an der Schuld des 30-Jährigen. Das Urteil des Schöffengerichtes entspricht der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Dass keine verminderte Schuldfähigkeit vorlag, bestätigte auch ein Gutachten. Der Peiner hat schon seit seiner frühen Jugend mit Alkoholmissbrauch zu tun, sodass davon auszugehen sei, dass er körperlich an große Mengen Alkohol gewohnt ist. Zudem sagten die Polizeibeamten aus, dass er zwar merklich unter Alkoholeinfluss gestanden habe, jedoch „Herr seiner Sinne“ gewesen sei und „nicht gelallt“ habe.

Der Angeklagte gab mehrfach an, dass ihm seine Abhängigkeit bewusst und er gewillt sei, durch eine Therapie eine Veränderung herbeizuführen. Er sagte, dass ihm das Ganze leid täte.

bol

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