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Rakete durchschlägt Wintergarten

Silvester-Feuerwerk Rakete durchschlägt Wintergarten

Feuerzauber und Knalleffekte sind mit Gefahren verbunden. Der Münstedter Christian Herbst hat schlechte Erfahrungen mit der Silvester-Tradition gemacht – sein Wintergarten wurde durch eine Rakete stark beschädigt.

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Das Zünden von Raketen an Silvester ist gefährlich und kann großen Schaden anrichten. Vorsicht ist geboten.

Quelle: dpa

Kreis Peine. Kaum jemand möchte heute an Silvester auf tolle Lichteffekte und laute Knallerei verzichten, mit der traditionell das neue Jahr begrüßt wird. Nur zu Silvester dürfen wenige Tage Knaller und Raketen verkauft werden. Und das hat seinen Grund: Der Umgang mit Raketen und Böllern ist gefährlich. Zwar sind die Feuerwerkskörper, die in Deutschland legal verkauft werden, geprüft, trotzdem können sie bei falschem Umgang Schaden anrichten.

Das hat vor drei Jahren Christian Herbst aus Peine erfahren. „Als ich jetzt die vielen Prospekte mit den Knallern gesehen habe, ist die Erinnerung wieder wach geworden. Wir haben damals zu Silvester Bekannte in Chemnitz besucht, und mein Neffe hat unser Haus in Münstedt gehütet“, sagt Herbst. Kurz nach Mitternacht habe er dann einen Anruf bekommen. „Eine Rakete hatte die Doppelsteg-Platten des Wintergartens durchschlagen. Ich hätte nie gedacht, dass die Dinger so eine Wucht entwickeln können“, erinnert er sich kopfschüttelnd.

1500 Euro Schaden

Ärgerlich für ihn: Der Verursacher war nicht zu ermitteln, die eigene Versicherung übernahm den Schaden nicht, und Herbst blieb auf den Kosten in Höhe von 1500 Euro sitzen. „Und ich bin ja nicht der Einzige, der Silvester Schäden zu beklagen hat. Wenn man sich Neujahr mal Autos ansieht, die in der Nacht draußen standen, kann man bei vielen kleine Dellen im Dach entdecken. Die sind durch fallende Raketen-Überreste entstanden“, weiß er.

Als ehemaliger Taxi-Unternehmer erinnert er sich außerdem gut daran, dass er seine Fahrer ab Mitternacht eine halbe Stunde pausieren ließ. „Das war in der Zeit zu gefährlich, weil da auch schon viele Betrunkene mit Knallern unterwegs waren“, sagt der Münstedter. Er selbst habe noch nie Geld für Feuerwerk ausgegeben und wird es auch in diesem Jahr nicht tun. „Ich spende lieber für Tiere!“

Vor den Gefahren der Knallerei warnen jedes Jahr auch die Versicherer. „Zwar ist das Feuerwerk schon Tradition und der Umgang mit Feuer gelernt, aber man sollte trotzdem große Vorsicht walten lassen“, mahnt Chris Förster, Leiterin Unternehmenskommunikation der Versicherungsgruppe Hannover. Passiert dann aus Versehen doch einmal etwas, kommen normalerweise die private Haftpflichtversicherung des Verursachers für den Schaden auf.

„Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Wohnungs- oder Gebäudebrandschaden, treten die Hausrat- oder Gebäudeversicherung ein“, ergänzt Heinz-Günter Sievers von der Öffentlichen Versicherung Braunschweig. Autos seien durch die Teilkasko-Versicherung geschützt.

Dr. Nicole Laskowski

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