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Räuberische Erpressung: 21 Monate in Haft für 20-Jährigen

Peine Räuberische Erpressung: 21 Monate in Haft für 20-Jährigen

Peine. Nicht nur, weil er einen anderen damit beauftragt hat, für ihn illegale Drogen zu verkaufen, muss jetzt ein 20 Jahre alter Peiner für ein Jahr und neun Monate (insgesamt 21 Monate) ins Gefängnis. Als viel schwerwiegender befand das Jugendschöffengericht im Peiner Amtsgericht den Tatbestand der räuberischen Erpressung, denn er hatte einen beauftragten Drogendealer und sogar dessen Mutter wegen des ausstehenden Geldes aufs Übelste bedroht.

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Amtsgericht Peine: Hier wurde verhandelt.

Quelle: A

„Geh zur Polizei, und du bist tot! Ich werde dich so bearbeiten, dass deine eigene Mutter dich nicht wiedererkennt“: Diese und weit drastischere Drohungen hat der 20-Jährige, der keinen Schulabschluss besitzt und keiner Arbeit nachgeht, gegenüber einem Kumpel via SMS und Facebook geäußert. Der Hintergrund: Der Beschuldigte hatte den anderen beauftragt, Haschisch im Einkaufswert von 90 Euro für ihn zu verkaufen.

Pikant: Er war gerade am Vortag von derselben Richterin zu einer Haftstrafe von einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Diebstahl, Hehlerei und mehrere Fälle von Körperverletzung gingen bereits auf sein Konto. Wegen der neuerlichen Straftat saß er bereits seit 16. April in Untersuchungshaft. Der Peiner hatte allerdings nicht mit der Mutter seines Kumpel gerechnet. Die fand die Drogenpäckchen und spülte sie in der Toilette weg. Der Angeklagte, seiner erhofften Einnahmen beraubt, verlegte sich auf das Drohen und Erpressen. Die von der Mutter des Kumpels erpressten 90 Euro hatte er vor der Verhandlung zwar schon zurückgezahlt - vom Geld seiner eigenen Mutter - und auch einen Entschuldigungsbrief geschrieben. Aber das sei wohl eher den Bemühungen seines Verteidigers um Strafmilderung zuzuschreiben als echter Reue, wie die Staatsanwaltschaft vermutete.

Das Gericht zeigte sich von der Tat direkt nach der vorangegangenen Verurteilung befremdet. Auch seine Weigerung, die Namen der Großdealer zu nennen, von denen er den Stoff erworben hatte, waren für die Richterin ein Signal, dass er nicht mit der Szene brechen und einen Schlussstrich ziehen wolle. Zudem bat er seine Mutter und seinen Bruder vor Verhandlungsbeginn hinaus, was die Richterin als mangelnden Rückhalt von der Familie deutete. „Ich wollte ihnen die Einzelheiten ersparen“, sagte der 20-Jährige. Jetzt können sie ihn in der Jugendvollzugsanstalt Hameln besuchen.

hui

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