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Publikum feierte Ron Williams als Harry Belafonte

Peine Publikum feierte Ron Williams als Harry Belafonte

Das Leben von Harry Belafonte erzählte das Schauspiel mit Musik von Gerold Theobald in den Peiner Festsälen, das die Theatergastspiele Kempf dort am Donnerstag auf die Bühne brachten.

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Ron Williams (rechts) war in den Peiner Festsälen als Harry Belafonte zu erleben.

Quelle: rb

Sollte es „lebendige“ Legenden geben, ist der US-amerikanische Sänger und Entertainer Harry Belafonte so eine. Sein Lachen, seine Ausstrahlung und seine Stimme suggerieren weiße Strände und tintenblauen Himmel, Karibik und Unbeschwertheit. Doch der Entertainer ist auch ein unerschrockener Bürgerrechtler.

Stürmisch feierte das Publikum Ron Williams als Belafonte-Double und seine gesanglich genauso engagierten Bühnenpartner. Und wer im Parkett noch enthusiastisch bei „Mathilda“ als Zugabe mitgeklatscht und gesungen hatte, pfiff es auf dem Weg zum Parkplatz gut gelaunt gleich noch einmal.

Wenn doch nur das Stück diesen euphorischen Abschluss auch verdient hätte! Fast lieblos kommt die Story daher: Belafonte betritt als älterer Herr jene Bar, in der er einst als junger Mann jobbte. Er erzählt sein bewegtes Leben und gibt gleich noch ein Seminar über die jüngere Geschichte der USA.

Um ihn und seine gerechte Welt kreisen der Barbesitzer und sein Pianist als Vietnam-Veteranen, die junge Barfrau, deren Liebster im Irak fiel, und der renitente junge Rapper, dem das Leben so gar nichts zu bieten scheint. So zäh und - pardon - langweilig die Handlung, so spritzig und mitreißend sind die Gesangsnummern, auf die das Publikum im videounterstützten Erzählbrei jeweils sehnsüchtig zu warten scheint.

Klasse die „Muppets“ beim „Banana Boat Song“ und wie Maaike Schuurmans als Belafonte-Gattin mit Williams „There’s a hole in the bucket“ gleichsam zelebriert: wunderbar! Überhaupt: die Schuurmans! Ihre Unbeschwertheit und ihr Charme sind neben Williams Ausstrahlung der Motor der Aufführung. Und natürlich Thomas E. Killinger, ohne den als Pianist Jeff bei der Aufführung gar nichts ginge. Belafonte ist aber viel mehr, als der strahlende Calypso-König. Den meisten Applaus hätte er dafür verdient.

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