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Psychisch Kranker schlug seine Mutter

Hildesheim/Peine Psychisch Kranker schlug seine Mutter

Hildesheim/Peine. Eine psychische Erkrankung, seine akute Notlage und eine lange gehegte Wut haben dazu geführt, dass ein 23-jähriger Peiner im Oktober 2011 die Wohnungstür seiner Mutter aufbrach, sie beleidigte, mit der Faust ins Gesicht schlug und schließlich Lebensmittel und Zigarettentabak mitnahm. Wert der Beute: rund zehn Euro.

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Das Gericht in Hildesheim.

Sechs Tage später erschien er erneut, brach die notdürftig reparierte Tür wieder auf. Diesmal konnte seine Mutter ihn mit Hilfe von Nachbarn und unter Einsatz von Pfefferspray in die Flucht schlagen.

In der Folge der Taten ist er in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Vor der 16. Strafkammer des Hildesheimer Landgerichtes ging es nun um die Frage, ob er auf unabsehbare Zeit im Maßregelvollzug einer psychiatrischen Klinik untergebracht werden müsse.

Der Beschuldigte gab die Taten zu. Er habe sich sein Geld schlecht eingeteilt, nichts mehr zu Essen gehabt und von seiner Mutter Hilfe erhofft, sagte er. Weil seine Mutter nicht in der Lage war, sich um ihre sechs Kinder zu kümmern, sei er mit elf Jahren ins Heim gekommen. Daher werde er seiner Mutter gegenüber leicht wütend.

Schon mit zwölf Jahren habe der Junge Symptome einer paranoiden Schizophrenie gezeigt, berichtete ein Gutachter. Zum Tatzeitpunkt sei er nicht schuldfähig gewesen.

Aggressiv habe er aber bisher nur seinen Eltern gegenüber reagiert, gelte sonst als ruhig. Während seines Klinikaufenthaltes seien seine Symptome dank einer medikamentösen Behandlung deutlich zurückgegangen. Der Arzt riet zu einer engen Betreuung, um regelmäßige Einnahme der Tabletten zu gewährleisten und Verwahrlosung zu vermeiden. Das sei auch ambulant möglich.

Richterin Karin Brönstrup ordnete die Unterbringung in der Psychiatrie an, setzte sie aber zur Bewährung aus mit der Weisung, die Tagesstätte zur Förderung und Integration psychisch kranker Menschen zu besuchen, die Medikamente zu nehmen und regelmäßig einen Facharzt zu besuchen. Der Beschuldigte sagte bereitwillig zu allem Ja.

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