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Psychiater stellt schwere Persönlichkeitsstörung bei Benjamin F. fest

Mordfall Melanie Psychiater stellt schwere Persönlichkeitsstörung bei Benjamin F. fest

Eine ausgeprägte Persönlichkeitsstörung hat ein Psychiater bei dem wegen Mordes an der 23-jährigen Melanie angeklagten Benjamin F. festgestellt. Der 27-Jährige habe ein negatives Frauenbild und reguliere seine Emotionalität über Sexualität. Zudem besitze er manipulative Fähigkeiten.

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Gestern am Landgericht: Verteidiger Manfred Christian (l.) und sein Klient Benjamin F., der wegen Mordes an der 23-jährigen Melanie aus Dungelbeck angeklagt ist.

Quelle: mic

Hildesheim. Das Gutachten des Psychiaters Dr. Konstantin Karyofilis soll helfen dessen Schuldfähigkeit zu bewerten – was in letzter Instanz Aufgabe des Gerichts ist.

Benjamin F. hatte beim Prozessauftakt gestanden, Melanie am 26. Oktober 2010 unter dem Pseudonym „Sarah“ in seine Wohnung in Telgte gelockt, getötet und sich an ihr vergangen zu haben. „Der Angeklagte hat die Tat als biomechanischen Vorgang vorgestellt“, erklärte Karyofilis am letzten Tag der Beweisaufnahme im Landgericht Hildesheim. In drei Gesprächen, die die Grundlage für das Gutachten bildeten, habe sich Benjamin F. gleichmütig und emotional wenig betroffen gegeben.

Karyofilis beschrieb den 27-Jährigen weiter als „sehr reserviert, verschlossen und misstrauisch“. Er habe zwar viele Sozialkontakte, aber keinen Menschen, der ihm wirklich nahe steht – deshalb lebe er in „tiefer Isolation“. Über Frauen äußerte sich Benjamin F. sich stets abwertend, eine Frau könne nicht kompetent arbeiten, hatte er dem Psychiater erklärt.

Bei Zeugenaussagen, die für ihn negativ ausfielen, behauptete der Angeklagte, dass diese lügen. „Er hat ein hohes Maß an Selbstbezogenheit, es geht nur um seine eigenen Bedürfnisse“, sagte der Gutachter. Wie es anderen geht, interessiere ihn nicht. „Er ist kein Mensch, der Aggressivität einsetzt, um seine Ziele zu verwirklichen“, erklärte der Psychiater. Der Angeklagte habe manipulative Eigenschaften, er überrede andere eher.

Der Prozess wird am kommenden Mittwoch mit den Plädoyers fortgesetzt. Das Urteil soll am 28. März gesprochen werden.

mic

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