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Prozess wegen versuchten Mordes: Peinerin vermindert schuldfähig?

Peine/Hildesheim Prozess wegen versuchten Mordes: Peinerin vermindert schuldfähig?

Peine/Hildesheim. Derzeit wird der Fall einer Peinerin (40), die im Juni auf das Auto eines Fahrlehrers geschossen hatte, vor dem Landesgericht in Hildesheim verhandelt. Gestern war der dritte Prozesstag.

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Das Auto des Fahrlehrers, auf das mehrmals geschossen wurde.

Quelle: A

Die 40-Jährige, der versuchter Mord vorgeworfen wird, hat nach Ansicht von Gutachter Dr. Konstantin Karyofilis unter dem Einfluss einer krankhaften Anpassungsstörung gehandelt. Wie der Arzt für Gerichtspsychiatrie gestern vor Gericht ausführte, habe sie in ihrem kleinen Heimatort in der Türkei als Teenager keinen Kontakt zu Jungen gehabt. Mit 18 Jahren sei sie mit ihrem Cousin verheiratet worden, den sie zwar mochte, ihn aber nicht geliebt habe.

2010 lernte sie den 42-jährigen Fahrlehrer kennen. Er war nach Einschätzung des Gutachters „ihre erste große Liebe“. Ob er sie anfangs wirklich hofierte, wie sie sagt, ob es je zu Intimitäten gekommen war, sei dabei gar nicht entscheidend. Sie habe auf jeden Fall eine enge innere Beziehung zu seiner Person entwickelt. Seine Zurückweisung habe sie gekränkt und enttäuscht. Hatte die kurdische Ehefrau und Mutter anfangs selbst harmlose Treffen oder Telefonate mit dem verheirateten Mann verheimlicht, verfolgte sie ihn zunehmend mit SMS und Anrufen und suchte Kontakt zu seiner Frau. Sie habe damit massiv gegen Verhaltensregeln verstoßen. Schließlich hatte sie vor Zeugen eine Schusswaffe eingesetzt. Erheblich verminderte Schuldfähigkeit bei der Tat sei nicht auszuschließen. Inzwischen sei die Krankheit aber nicht mehr so ausgeprägt, dass eine stationäre Unterbringung gerechtfertigt wäre.

Die Kammer befasste sich zudem mit einem Video, das der Peiner heimlich mit seinem Handy angefertigt hatte, als die Angeklagte ihn in seinem Büro aufsuchte. Er habe befürchtet, dass sie vielleicht eine Vergewaltigung vortäuschen würde, so der 42-Jährige. Die Angeklagte hatte behauptet, es sei an dem Tag zum Intimkontakt gekommen. Auf dem Film sitzen sich beide lediglich lange gegenüber und reden. Der Nebenkläger legte offenbar großen Wert darauf, die behauptete Intimität zu widerlegen.

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