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Prozess gegen Vergewaltiger: 16-Jähriger aus Peine gesteht Taten vor Gericht ein

Hildesheim Prozess gegen Vergewaltiger: 16-Jähriger aus Peine gesteht Taten vor Gericht ein

Hildesheim. Wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung und vorsätzlicher Körperverletzung in drei unterschiedlichen Fällen muss sich seit gestern ein 16-Jähriger Peiner vor dem Landgericht Hildesheim verantworten. Dem Jugendlichen wird zur Last gelegt, im September vergangenen Jahres eine 51-Jährige hinter ein Haus gezerrt und vergewaltigt zu haben. Einen Monat später soll er eine 19-Jährige nach einem Vergewaltigungsversuch neben der Luther-Kirche zu sexuellen Handlungen genötigt haben. Beide Tatorte lagen in der Peiner Südstadt. In einem dritten, bislang so nicht bekannten Fall, geht es um vorsätzliche Körperverletzung. Das Opfer war ebenfalls 51 Jahre alt. Der 16-Jährige soll der Frau an die Brust gefasst haben.

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Landgericht Hildesheim: Hier wurde der Fall gestern unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt.

Quelle: rd

Nach Informationen der PAZ wollte der Täter beim Prozessauftakt eigentlich ein umfassendes Geständnis ablegen, um den beiden am schwersten betroffenen Opfern ihre Aussagen zu ersparen. An den entscheidenden Stellen, insbesondere bei der Frage nach der Anwendung von Gewalt, habe er jedoch gemauert. Die Frauen, die noch heute stark unter dem Geschehenen leiden, mussten deshalb doch selbst in allen Details über den Tathergang aussagen.

Der 16-Jährige habe sich zwar unter Tränen bei seinen Opfern entschuldigt und „so etwas wie Reue gezeigt“, seine Chance auf eine eventuell mildere Strafe durch ein wirklich umfängliches Geständnis jedoch vertan, hieß es.

Außer den drei Geschädigten sagten gestern mehrere Zeugen, Polizisten und eine Sachverständige aus. Nach deren Gutachten könne der 16-Jährige als voll schuldfähig eingestuft werden. Allerdings müsse er dringend therapiert werden und sich von seinem familiären Umfeld lösen. Strafrechtlich in Erscheinung getreten ist der Jugendliche bislang nicht. Er soll ein „beliebter, ordentlicher Schüler und nicht auffällig“ gewesen sein.

Insgesamt dauerte die Verhandlung der Jugendkammer des Landgerichts unter Vorsitz von Richter Volker Heckemüller gestern gut fünf Stunden. Bereits am nächsten Verhandlungstag, am kommenden Mittwoch, 7. Mai, sollen Staatsanwaltschaft, Nebenklage und die Verteidigung ihre Plädoyers halten, erklärte die stellvertretende Pressesprecherin des Landgerichts, Alexa Deumler.

Da die Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, können gegenwärtig keine weiteren Details über Inhalte bekannt gegeben werden, sagte Deumler.

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