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Prozess: Vergewaltiger verharmloste Taten

Peine Prozess: Vergewaltiger verharmloste Taten

Peine. Am zweiten Prozesstag in der Verhandlung wegen dreifacher Vergewaltigung gegen einen 30-jährigen Peiner (PAZ berichtete) hat das Landgericht Hildesheim gestern die Schwester des mutmaßlichen Opfers gehört.

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Der Angeklagte wurde gestern in Hand- und Fußfesseln in den Gerichtssaal geführt. Links: Sein Verteidiger Dr. Erkan Altun.

Quelle: bar

Verheult, mit gestutzten Haaren und mit blauen Flecken an den Armen - so traf die 21-Jährige ihre Schwester an, als sie an einem Tag im Januar in deren Wohnung geeilt war: „So habe ich sie noch nie gesehen.“ Ihre Schwester habe sonst nicht um Hilfe gebeten, habe Probleme mit ihrem Lebenspartner vor der Familie lieber verborgen.

Der 30-Jährige sei damals auch in der Wohnung gewesen: „Er war sich keiner Schuld bewusst.“ In der folgenden Auseinandersetzung habe er einen zunehmend aggressiven Eindruck gemacht. Schließlich baten die beiden Frauen per Textnachricht eine Freundin, die Polizei zu rufen. Als der Angeklagte aus der Wohnung verschwunden war, schilderte die 25-Jährige ihrer jüngeren Schwester die Vergewaltigungen. Diese sagte: „Wenn es um die Liebe ging, war meine Schwester immer naiv.“

Eben die Liebe, das gemeinsame Kind, der Glaube, dass der 30-Jährige sich ändern könne, und vielleicht auch Angst hatten wohl dazu geführt, dass die Geschädigte in der richterlichen Vernehmung im März ihre Anschuldigungen zunächst zurücknahm, sie nun jedoch wieder untermauerte. Und das, obwohl Angehörige des Angeklagten versucht hätten, auf die junge Frau Einfluss zu nehmen.

Eine Freundin der 25-Jährigen beschrieb, sie sei seit Herbst 2013 häufig bei der Freundin gewesen, um nach ihr zu sehen. Der Angeklagte habe sich verändert, sei aggressiv geworden. Sollte er nach einem Streit nicht in die Wohnung kommen, habe er randaliert. Er soll ihr auch öfter „eine geklatscht“, ihr nachtelefoniert und ihr Handy weggenommen haben. Die Verhandlung wird am Montag fortgesetzt. Dann wird auch ein psychiatrischer Gutachter zu Wort kommen. Bei dem Angeklagten war früher schon eine Psychose diagnostiziert worden.

bar

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