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Prozess: Nachbarstreit gipfelte in wüster Prügelei

Peine Prozess: Nachbarstreit gipfelte in wüster Prügelei

Peine. Ein ziemlich verwickelter Fall von Körperverletzung beschäftigte gestern das Amtsgericht. Ein 56-jähriger Mann warmit seinem 45-jährigem Freund wegen gefährlicher Körperverletzung gegen einen 69-Jährigen angeklagt. Das Urteil bildete den vorläufigen Abschluss einer Reihe von Anzeigen, Beschuldigungen und schließlich einer wüsten Schlägerei.

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Vor dem Amtsgericht Peine mussten sich jetzt zwei Männer verantworten, die mit einem 69-Jährigen in Streit geraten waren.

Quelle: mgb

Das Urteil: Sieben Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung und 500 Euro Geldstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung für den älteren Angeklagten und Freispruch für seinen Freund. Der Verurteilte hat nun die Möglichkeit, Berufung einzulegen.

Der ältere Angeklagte war Mieter des Opfers. Ihre nachbarschaftlichen Streitigkeiten gipfelten darin, dass zunächst das Opfer mit zwei Reitgerten auf den 56-Jährigen losging. Die beiden verkeilten sich ineinander. Offensichtlich wurden harte Schläge ausgetauscht. Der mitangeklagte 45-Jährige wollte nach eigener Aussage seinem Freund schlichtend helfen. Bilanz: Gehirnerschütterung und Jochbeinbruch beim Opfer, Hämatome und Prellungen bei allen, gegenseitige Anklage wegen Körperverletzung.

Die Rekonstruktion des Tathergangs gestaltete sich trotz eines vom Sohn des Opfers aufgenommenen Videos der Tat schwierig. Die Schilderung einer Zeugin stützte sowohl die Opfer- als auch die Täterversion. Der ältere Angeklagte bestand darauf, sich körperlich und verbal nur gewehrt zu haben, sein Freund machte deutlich, nur zu Hilfe gekommen zu sein und die Zeugin aufgefordert zu haben, weitere Hilfe zu holen. Der 69-Jährige wiederum sah sich als Opfer einer geplanten Tat.

Die Staatsanwaltschaft forderte schließlich für beide Angeklagten sieben Monate Haft auf Bewährung und eine Geldstrafe von 500 Euro für den Älteren. Die Verteidigung forderte neun und sieben Monate Haft zur Bewährung sowie eine Geldstrafe zu je 600 Euro für beide Angeklagten. Nach längerer Beratungszeit verkündete der Richter die Strafe für den 56-Jährigen, der gleichzeitig auch die Kosten der Verfahren tragen muss. Die Planung der Tat wurde nicht festgestellt. „Es ist hier ein sehr deutlich Beispiel, wie eine Situation völlig entgleisen kann“, erklärten Richter und Staatsanwältin.

gs

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