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Prozess: 30-jähriger Peiner soll Ex-Freundin mehrfach vergewaltigt haben

Peine Prozess: 30-jähriger Peiner soll Ex-Freundin mehrfach vergewaltigt haben

Peine. Weil er seine frühere Freundin mehrfach vergewaltigt haben soll, muss sich seit gestern ein 30-jähriger gebürtiger Peiner vor dem Landgericht Hildesheim verantworten. Die drei Fälle ereigneten sich laut Anklage im Dezember 2013 und Januar 2014 jeweils in der Wohnung der jungen Frau.

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Landgericht Hildesheim: Der Angeklagte aus Peine wies gestern beim Prozessauftakt alle Vorwürfe von sich.

Quelle: A

Der Angeklagte hatte zeitweise bei ihr gewohnt, da beide seit Ende 2012 ein Paar waren. Bei der ersten mutmaßlichen Vergewaltigung soll die Frau hochschwanger gewesen sein. Das gemeinsame Kind kam Mitte Dezember 2013 zur Welt.

Den Vorwürfen zufolge soll der Mann seine damalige Partnerin durch Drohungen, Schläge ins Gesicht, und indem er sie mit Gewalt auf das Bett drückte zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben. Darüber hinaus habe er ihr im Januar 2014 gegen ihren Willen das Haar abgeschnitten, damit sie für andere Männer weniger attraktiv wäre. Außerdem soll er die Geschädigte durch Drohungen zu einem Schreiben veranlasst haben, in dem sie ihre Anzeige zurückzog.

Der Angeklagte bestritt alle Vorwürfe. Es habe zwar mehrmals Streit zwischen ihm und seiner Freundin gegeben, er habe sie aber nicht geschlagen oder zum Sex gezwungen. Geschlechtsverkehr habe regelmäßig, aber immer einvernehmlich stattgefunden. Eifersucht habe es auf beiden Seiten gegeben. Er habe sich während ihrer Schwangerschaft um seine Freundin gekümmert, ihr Salat gemacht und Saft gepresst. Sie hätten gemeinsam ihre Haare abgeschnitten, weil die sie genervt hätten. Die Anschuldigungen gegen ihn führte der Angeklagte in seiner Aussage auf den Einfluss ihrer Familie zurück. Vater und Schwester der Freundin seien stets gegen die Beziehung gewesen und hätten ihr eingeredet, ihn anzuzeigen.

Bei der Verhandlung steht für den Angeklagten anstatt einer Gefängnisstrafe auch die Unterbringung in einer Klinik im Raum. Er sei schon etwa zehn Mal für mehrere Wochen in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen worden, so der Angeklagte. Er solle unter einer Psychose leiden, halte sich selbst aber nicht für krank. Die Medikamente habe er zu Hause immer wieder abgesetzt. Zur Zeit ist der 30-Jährige in einer Klinik untergebracht.

Die Vernehmung der Geschädigten fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und zog sich ungewöhnlich lange über mehrere Stunden. Das Gericht schickte die geladenen Zeuginnen nach Hause, sie würden später gehört. Der Prozess wird morgen fortgesetzt.

bar

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