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Protestaktion vor dem Klinikum

Peine Protestaktion vor dem Klinikum

Peine. Die Mitarbeiter des Peiner Klinikums haben gestern an einer bundesweiten Aktion der Gewerkschaft Verdi teilgenommen. Die Mitarbeiter stellten sich für zehn Minuten vor den Haupteingang und setzten damit ein Exempel für 40 fehlende Arbeitsplätze.

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„Bundesweit nehmen etwa 1600 Kliniken an der Aktion teil, das unterstreicht wie wichtig eine Lösung für den Arbeitskräftemangel ist. Es fehlen in deutschen Krankenhäusern 162 000 Mitarbeiter, davon allein 70 000 Pflegekräfte. Auf diesen Notstand müssen wir aufmerksam machen. Streiken wollen wir natürlich nicht. Es geht uns nur um diesen einen kurzen Moment“, erklärt Axel Burgdorf, Leiter der Aktion beim Klinikum Peine.

Alle teilnehmenden Mitarbeiter wurden mit Zetteln ausgerüstet, jeder mit einer fünfstelligen Zahl beschriftet. „Jede dieser Zahlen steht für einen fehlenden Mitarbeiter in einem deutschen Krankenhaus. Davon wurden bei dieser Aktion 162 000 Stück verteilt“, sagt Burgdorf weiter.

Allein in Peine fehlen laut einer Prüfung des Personalstands im Jahr 2014, rund 40 Mitarbeiter in den verschiedenen Berufsgruppen, auch hier hauptsächlich Pfleger. „Wir mussten bereits ein Präventionsystem einrichten. Das bedeutet, jedes Mahl wenn ein mitarbeitet bemerkt, dass in den nächsten Tagen zu wenig Leute auf der Station sind, dann teilt er es den Vorgesetzten mit. Das kann aber nicht immer verhindert werden. Manchmal fallen die Engpässe erst während der Schicht auf und so etwas könnte Menschenleben gefährden“, so Burgdorf. Die Forderung der Teilnehmer ist deshalb deutlich. Es soll ein Gesetz erlassen werden, dass den Personalstand in deutschen Krankenhäusern festlegt.

„In diesem Jahr sollen den deutschen Krankenhäusern 500 Millionen Euro gekürzt werden. Im Gegenzug soll ein weiterer Pfleger in jeder der Kliniken eingestellt werden. Das sind also 1900 Mitarbeiter in Deutschland wir brauchen aber fast das hundertfache davon“, erklärt Burgdorf der PAZ.

Heute möchten die Organisatoren auch die Politiker überzeugen und treffen sich deshalb unter dem Motto „Realität trifft Politik“ in Braunschweig.

 tik

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