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Protest gegen Marketing im „Weißen Schwan“

Peine Protest gegen Marketing im „Weißen Schwan“

Peine. Für großen Wirbel sorgt der Plan der Stadt, dass die Tochterfirma Peine Marketing in das lange leerstehende Traditionsgasthaus „Zum Weißen Schwan“ an der Breiten Straße einquartiert werden soll (PAZ berichtete).

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Der Peiner Ratsherr Karl-Heinrich Belte (PB) steht vor dem leerstehenden „Weißen Schwan“ an der Breiten Straße.

Quelle: tk

Damit ist Ratsherr Karl-Heinrich Belte von der Peiner Bürgergemeinschaft (PB) überhaupt nicht einverstanden und würde dafür auch eine Unterschriftenaktion starten. Belte sagt: „Es ist großer Unsinn, dass Peine Marketing dort einziehen soll. Das Gebäude des ,Weißen Schwans‘ ist das älteste Gebäude der Stadt und aufgrund der baulichen Voraussetzungen in keiner Weise als Bürogebäude nutzbar.“

Die Raumhöhen ließen dort zum Teil Gasträume, aber keine Büroarbeitsplätze zu. Lediglich im Anbau könnten nur wenige und schlecht zugeschnittene Arbeitsräume geschaffen werden, die auf Dauer nicht ausreichend seien. Hinzu kämen Probleme und Personalkosten für die Einbindung der „Currywurst-Ecke“ und die Mieten sowie Energiekosten würden bisher nur „schöngeredet“.

Der Ratsherr betont: „Wenn man die wahren Kosten für den Umzug, Umbau, Mieten, Neben- und Folgekosten für zusätzlichen Personalbedarf berechnet, dann muss man nicht mit den veranschlagten 300 000 Euro sondern mit mindestens 500 000 Euro rechnen. Bereits vor dem teuren Kauf des ,Schwans‘ hat die Stadt schwere Fehler begangen und die Teilung des Grundstückes - Verlust des Biergartens und des Parkplatzes - durch den Vorbesitzer zugelassen.“ Seitdem fehle der wichtige hintere Zugang auch für Anlieferungen und Entsorgungen - er fehle für jede künftige Nutzung und müsse unbedingt wiederhergestellt werden.

„Darüber hinaus hat die Stadt bei der Sanierung des historischen Gebäudes erhebliche Mängel geschaffen, die viele Wirte abschrecken. Einige Beispiele: Für Gäste im Anbau muss das Essen über zwei Etagen transportiert werden, die hinteren Räume sind schwer erreichbar und die einzigen Toiletten liegen im Obergeschoss. Alle diese Mängel müssen beseitigt, die ausgebauten Kühlanlagen und die Theke eingebaut und die Müllsammlung darf nicht im Innenhof gelagert werden“, so Belte.

Wer wirklich eine Nutzung als Gasthaus wolle, müsse auch mit gültigen Zahlen arbeiten und diese auch möglichen Wirten anbieten. Zudem habe es seit 2012 gar keine Anzeigenkampagne seitens der Stadt gegeben.

Der Politiker fragt: „Wie kann man da sagen, man habe alles getan? Wenn man alle diese und andere Fehler beseitigt und mit ordentlichen Zahlen ein Angebot macht, dann dürften sich auch gute Wirte dafür melden.“ Peine brauche in der Innenstadt - in bester Lage - unbedingt den „Weißen Schwan“, ein Gasthaus mit alter Tradition. Belte: „Das wünschen sich viele Peiner!“

tk

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Peine
Der "Weiße Schwan" in der Peiner Fußgängerzone.

Peine. Die SPD bleibt bei ihrer Haltung: Peine Marketing soll in die ehemalige Gaststätte „Weißer Schwan“ umziehen. Klaus Saemann, Vorsitzender des SPD-Stadtverbandse, unterstrich, dass bislang „alle Argumente für die Pläne sprechen“.

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