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Preisgekrönt: „Das Leben der Anderen“

Peiner Festsäle Preisgekrönt: „Das Leben der Anderen“

Weltweite Anerkennung bis hin zum „Oscar“ für den besten fremdsprachigen Film gab es für „Das Leben der Anderen“. Am Donnerstag, 14. Januar, ist das Stasi-Drama ab 20 Uhr als Bühnenstück in den Peiner Festsälen zu sehen.

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Germain Wagner als Minister Bruno Hempf (links) spricht „eindringlich“ mit dem Künstler Georg Dreymann, dargestellt von Carsten Klemm.

Quelle: privat

Peine. Man mochte es nicht glauben, was in dem beklemmenden Film „Das Leben der Anderen“ zu sehen war: Die komplette Wohnung eines Künstler-Ehepaars in der DDR verwanzt, lückenlose Überwachung, Abhörstation auf dem Dachboden – sie wussten alles, selbst wenn das Paar ins Bett ging, waren sie dabei. In Hollywood gab es für den Film mit Ulrich Mühe in der Hauptrolle die höchste Auszeichnung, die ein Film bekommen kann: den „Oscar“.

Aus dem Filmdrehbuch hat Kleist-Preisträger Albert Ostermeier, einer der bekanntesten und gefragtesten Gegenwartsdramatiker, eine Theaterfassung geschaffen. Schon um 19.15 Uhr gibt es am Donnerstag, 14. Januar, für Besucher des Rings „Das große Schauspiel“ im Foyer des Peiner Theaters eine etwa 15-minütige Einführung in diese besondere Inszenierung. Der Einlass für den interessierten Zuschauerkreis beginnt bereits um 19 Uhr.

„Gefahrenherde“ beseitigen

Im „Leben der Anderen“ geht es um ein Vorzeige-Künstlerpaar der Ostberliner Kulturszene der 80er Jahre: einen erfolgreichen Dramatiker und seine Geliebte, eine gefeierte Schauspielerin, in deren Leben die Staatsmacht in Person eines Ministers und der Stasi einbricht. Es geht um die Faszination, vollkommenen Einblick ins „Leben der Anderen“ zu erhalten.

In der DDR waren Künstler und Schriftsteller angehalten, die aktuelle kulturpolitische Linie der SED in ihren Werken umzusetzen. Die meisten arrangierten sich mit dem System. Andere wiederum wandten sich in ihren Werken offen gegen die Herrschenden. Um „Gefahrenherde“ rechtzeitig erkennen und beseitigen zu können, wurde die kulturelle Szene durch das Ministerium für Staatssicherheit umfassend überwacht. Viele kritische Kunstschaffende landeten im Gefängnis, erhielten ein faktisches Berufsverbot, verließen das Land aufgrund jahrelanger Repressionen oder wurden ausgewiesen.

In vier Monologen reflektieren die Hauptpersonen Minister Bruno Hempf, Stasi-Hauptmann Gerhard Wieseler, die Vorzeige-Schauspielerin der DDR Christa-Maria Sieland sowie der Schriftsteller Georg Dreymann über ihr Leben, ihre ganz persönlichen Beweggründe, über Ängste, Zweifel und Zwänge in einem repressiven Staat.

Auf hohem sprachlichen Niveau geht Albert Ostermaier mit seinem Stück über den Film hinaus. Er erzählt die Geschichten der Figuren bis hinein in die Gegenwart. In den vier Rollen sind Germain Wagner, Luc Feit, Petra Zwingmann und Carsten Klemm zu sehen.

Karten für dieses hochkonzentrierte Theaterstück gibt es im Kartenbüro des Kulturrings im Forum Peine, Winkel 30, 31224 Peine, Telefonnummer 05171/ 15666, FAX 48062, oder per E-Mail unter kartenverkauf@kulturring-peine.de.

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