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Präsentation im Kraftwerk Mehrum: Der neue PAZ-Wirtschaftsspiegel ist da

Peine Präsentation im Kraftwerk Mehrum: Der neue PAZ-Wirtschaftsspiegel ist da

Mehrum . Großer Andrang: Etwa 80 geladene Besucher kamen gestern Abend zur Vorstellung des neuen Peiner Wirtschaftsspiegels mit dem Thema „Stark durch qualifizierten Nachwuchs“ ins Kraftwerk Mehrum. Der Wirtschaftsspiegel ist kostenlos bei der PAZ erhältlich.

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Etwa 80 Gäste kamen zur Vorstellung des Wirtschaftsspiegels ins Kraftwerk Mehrum.

Quelle: Isabell Massel

Im Kraftwerk Mehrum sprach Geschäftsführer Bernhard Michels zuerst über das Thema Nachwuchs. Er sagte: „Zum einen wollen wir Jugendlichen eine Perspektive bieten, zum anderen aber auch über Jahre erarbeitetes Know-how dauerhaft im Betrieb halten.“ Ob Elektroniker, Industriemechaniker, Fachkräfte für Lagerlogistik oder auch Industriekaufleute - pro Jahr stelle das Kraftwerk mindestens einen Auszubildenden pro Aufgabengebiet ein. Denn Ziel ist es laut Michels „kurz und mittelfristig frei werdende Stellen mit qualifizierten Fach- und Nachwuchskräften aus den eigenen Reihen neu zu besetzen“. Die bedarfsgerechte Ausbildung stehe beim Kraftwerk Mehrum im Mittelpunkt, und die Übernahmequote liege bei annähernd 100 Prozent.

Aber natürlich ging der Geschäftsführer auch auf das Thema Krise im Bereich der konventionellen Stromerzeugung ein, die auch vor dem Kraftwerk Mehrum nicht Halt mache: Die 125 Mitarbeiter fürchten um ihre Arbeitsplätze, weil wegen des Kostendrucks durch die Energiewende Investitionen ausbleiben. Konventionelle Energieversorger wie das Steinkohlekraftwerk in Mehrum würden benachteiligt. Kostenintensive Reparaturen könnten schon das Aus für den Betrieb bedeuten. Von der Politik fordern die Mitarbeiter jetzt Unterstützung für das Kraftwerk Mehrum, die Bundestagsabgeordneten Hubertus Heil (SPD) und Ingrid Pahlmann (CDU) waren bereits da (PAZ berichtete).
Michels forderte in seiner Rede eine gewisse Planungssicherheit für das Mehrumer Werk. Außerdem müsse das Strommarkt-System geändert werden. „Wir brauchen einen Kapazitäts-Mechanismus“, betonte der Geschäftsführer des Werkes. Dieses Modell beinhalte auch eine Vergütung der Leistungsbereitschaft, und nicht nur der erzeugten Strommenge.

Erneuerbare Energien würden bevorzugt in den Energiemix der Verbraucher eingespeist. Kohlekraftwerke wie Mehrum stünden hintenan: „Dadurch steht das Kraftwerk an manchen Tagen still und wird angefahren, um die unstetige Einspeisung der erneuerbaren Energien zu kompensieren und somit die Versorgungssicherheit zu gewährleisten“, so Michels. Personell besetzt sei das Werk allerdings rund um die Uhr - das ganze Jahr über. Das führe zu großen wirtschaftlichen Problemen und einer Gefährdung des Standortes. Es gab großen Applaus von den Gästen für diese Rede, die viele nachdenklich stimmte und Diskussionen anregte.

Der neue, 36 Seiten starke Wirtschaftsspiegel ist kostenlos in der PAZ-Geschäftsstelle erhältlich.

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