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Poststreik sorgt für Unmut im Peiner Land

Peine Poststreik sorgt für Unmut im Peiner Land

Peine. Der Dauer-Streik bei der Post sorgt für Unmut. Viele Peiner haben seit Tagen keine Briefe oder Pakete mehr bekommen, manche müssen sich sogar schon seit Beginn des Ausstands am 8. Juni in Geduld üben.

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Postmitarbeiter bei einer Demonstration in Hannover. Der unbefristete Streik bei der Post geht nun in die vierte Woche.

Quelle: Archiv

Dem Peiner Kardiologen Dr. Uwe Gremmler bereitet der Poststreik ernsthafte Probleme. „Wichtige Dokumente mit Patientendaten wie Befunde aus Laboren kommen einfach nicht an“, klagt der Mediziner.

In einem konkreten Fall warten Gremmler und sein Praxis-Team nun schon seit drei Wochen auf das Ergebnis einer histologischen Untersuchung. „Hier geht es um eine sehr schwere Erkrankung eines Patienten und dessen weitere Behandlung“, so der Kardiologe.

Auf telefonische Nachfrage bei der Post zu den vermissten Sendungen habe man keine Auskunft bekommen. „Wir würden unsere Post ja sogar selber abholen und auf die Dienste der Briefträger komplett verzichten. Nur so geht es auf keinen Fall weiter. Ich glaube auch, dass die Post sich damit definitiv aus dem Rennen schießt, was Zuverlässigkeit von Transporten angeht“, sagt Gremmler.

Verärgert über den Poststreik ist auch PAZ-Leserin Susanne von Bodenhausen aus Vöhrum, die seit 10. Juni weder Briefe noch Pakete erhalten hat. Sie fragt sich, wo die liegen gebliebene Post lagert und wie diese nach Ende des Streiks abgearbeitet wird.

Postsprecher Jens-Uwe Hogard erklärte dazu auf PAZ-Anfrage: „Die Post kann überwiegend in den Betriebsstätten vorgehalten werden. Es ist jedenfalls nicht so, dass die Stellen in Post ersticken.“ Briefe und Pakete würden nach Ende des Streiks sukzessive ausgetragen. Auch Roland Haß aus Vöhrum geht es ähnlich. Er hat ebenfalls seit Beginn des Streiks keine Post mehr erhalten.

Wirkt sich der Poststreik also nur in bestimmten Ortsteilen aus? Dies wollte der Postsprecher so nicht bestätigen. Er verweist auf die Internetseite der Post, auf der die örtlichen Auswirkungen per Eingabe der Postleitzahl abgefragt werden können. Wo Post ankommt und wo nicht hänge aber auch davon ab, wer vor Ort austrägt. Beamte dürfen nicht streiken, Angestellte schon.

Weniger Probleme mit dem Poststreik gibt es offenbar im öffentlichen Dienst. Beim Landkreis Peine etwa seien keine gravierenden Probleme bekannt, sagte Sprecher Henrik Kühn. Allerdings warte der Fachdienst Straßenverkehr seit geraumer Zeit auf Vordrucke für Fahrzeugbriefe, die offenbar seit einer Woche in einem schleswig-holsteinischen Paketlager festliegen.

„Sofern nicht bald ein entsprechender Posteingang erfolgt, drohen diese Vordrucke in Kürze knapp zu werden“, so Kühn. Das Kraftfahrtbundesamt habe gestern allerdings den Versand eines zweiten Paketes per Eilboten angekündigt, so dass es wohl zu keinen Beeinträchtigungen bei Kraftfahrzeugzulassungen kommen wird.

Bei der Stadt Peine hat der Streik bislang ebenfalls zu keinen größeren Problemen geführt. Sprecherin Stephanie Axmann sagte: „Bei der täglichen Arbeit muss der Streik natürlich im Hinblick auf fristrelevante Schreiben bedacht werden.“ Die Verwaltung begegne dem aber bei Bedarf mit verlängerten Fristen oder anderer Wahl der Zustellung.

Auch die Peiner Polizei nimmt laut deren Sprecher Peter Rathai die Dienste anderer Firmen in Anspruch, so dass es keine Probleme gebe.

mic

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