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Poststreik: Kunden wussten davon nichts

Peine Poststreik: Kunden wussten davon nichts

Viele Peiner standen bei der Postbank-Filiale an der Schützenstraße Ende vergangener Woche vor verschlossenen Türen - denn die Mitarbeiter streikten. Viele Kunden hatten davon im Vorfeld aber nichts erfahren. Ein Ärgernis.

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Ende vergangener Woche wurde die Postbank-Filiale in Peine bestreikt, davon hatten viele Kunden aber gar nichts erfahren. Kundin Elke Kentner ist über die fehlenden Infos verärgert

Quelle: js

Eine dieser Kunden war die Woltorferin Elke Kentner. „Am Donnerstag lag bei mir ein Zettel im Briefkasten, dass ich ein Paket abholen könnte - am Freitag ab 11 Uhr. Und so bin ich am Freitag auch zur Post in Peine gefahren“, erzählt Kentner. „Doch da stand ich dann vor verschlossenen Türen.“ Und mit ihr viele weitere Peiner.

Den Hintergrund erläutert Post-Sprecher Jens-Uwe Hogarth. Es handelt sich an der Schützenstraße um eine Postbank-Filiale. „In der werden Dienstleistungen der Post angeboten. Wir stellen das Personal nicht.“ Heißt: Die Mitarbeiter nehmen zwar etwa Briefe an und geben Pakete aus, gehören aber eigentlich zur Postbank, nicht zur Deutschen Post. Da die Postbank-Mitarbeiter vergangene Woche aber für mehr Lohn und einen verbesserten Kündigungsschutz streikten, wurden auch die Dienstleistungen der Post nicht angeboten.

„In Niedersachsen wurde an drei Tagen, von Donnerstag bis Samstag, gestreikt“, schildert Romy Schneider, Gewerkschaftssekretärin bei Verdi Niedersachsen. In Peine blieb die Postbank-Filiale an Freitagnachmittag und Samstag zu.

Kundin Kentner ist dennoch verärgert. Nicht wegen des Streiks wohlgemerkt. „Ich finde, die Post hätte ihre Kunden darüber informieren müssen, wann, wo und mit welchen Dienstleistungen während des Streiks zu rechnen ist. Das ist doch auch Sache des Unternehmens, zu informieren.“ In Peine habe nur ein kleiner Zettel an der Zwischentür der Postbank auf den Streik hingewiesen. Mehr sei nicht möglich gewesen, sagt Postbank-Pressesprecher Ralf Palm. „Eine Ankündigung unsererseits ist nicht möglich gewesen, da die Mitarbeiter vor Ort erst kurzfristig entscheiden, ob sie sich an den Streikmaßnahmen beteiligen und eine Filiale deshalb geschlossen bleibt.“

Peiner Post-Kunden können aber fürs Erste aufatmen. Denn die Streiks sind vorerst ausgesetzt. Die Postbank will den Lohn für ihre Arbeitnehmer in zwei Schritten aufbessern, obendrauf gibt es unter anderem für tariflich Beschäftigte einen Schutz vor „betriebsbedingten Beendigungskündigungen“ bis zum 30. Juni 2017. Schneider: „Die Einigung tritt erst in Kraft, wenn die Arbeitnehmer ‚Ja‘ dazu sagen. Die Urabstimmung wird sich sicher bis in den Mai hineinziehen.“ Heißt aber auch: Mindestens bis dahin wird nicht gestreikt.

js

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