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Postärger: Immer mehr Beschwerden

Peine Postärger: Immer mehr Beschwerden

Unzuverlässige Zustellung der Briefpost ist offenbar ein Problem im gesamten Landkreis Peine. Nachdem die PAZ darüber berichtet hatte, dass viele Haushalte Anfang des Jahres über längere Zeiträume keine Briefe bekamen, melden sich nun immer mehr Betroffene.

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Eine Mitarbeiterin in einem Briefzentrum der Deutschen Post sortiert Groß- und Maxibriefe.

Quelle: dpa/Archiv

Beschrieben wird immer das gleiche „Phänomen“: tagelang kommt keine Post, dann ein ganzes Bündel. Auch die Kontrollbehörde der Post, die Bundesnetzagentur, hat dafür keine plausible Erklärung, zum Ärger der Kunden.

Stefanie Boever aus Klein Lafferde schreibt: „Seit vielen Monaten ärgern wir uns schon über die Post: Zuerst war es so, dass wir nur an einem Tag in der Woche keine Post bekamen. Dann gab es irgendwann nur noch einen Tag, an dem plötzlich ein ganzer Batzen im Kasten war - mit vielen Sachen, die schon Tage vorher hätten da sein müssen. Besonders bedauerlich finden wir, dass vieles verloren geht. Mein Sohn schreibt seiner Oma, die in Lengede wohnt, öfter mal eine Karte. Die letzten Wochen sind zwei davon nicht angekommen. Für einen Fünfjährigen ist das ein kleiner Weltuntergang, für uns als Eltern einfach nur ärgerlich.“

Matthias Franzke aus Vöhrum musste im neuen Jahr über eine Woche auf dingend benötigte Unterlagen aus einer Reha-Klinik warten. Diese waren noch im alten Jahr losgeschickt worden. Wo sie zehn Tage lang blieben, ließ sich nicht klären. Als die Post ankam war auch eine Postkarte von einer Bekannten aus der Reha-Klinik mit im Kasten - diese war nachweislich acht Tage lang unterwegs. Franzke: „Wenn ich unseren Briefträger darauf anspreche, heißt es immer, dass Personal benötigt wird.“ Der Vöhrumer hat sich mit seinem Ärger schon mehrfach an die Post gewandt. „Und jedesmal habe ich standardisierte Antwortschreiben mit Ausflüchten bekommen.“

Dass es auch in der Peiner Kernstadt ein Zustellproblem gibt, sagt Reinhard Kellner. „Wir haben zum Beispiel die eingeschweißte Post-Werbung mehrfach zu spät bekommen. Einige Angebote aus den Prospekten waren dann schon nicht mehr gültig. Meinen Nachbarn geht es übrigens genauso.“ Der Peiner findet es traurig, „dass einerseits ständig das Porto erhöht wird, die Zustellung dabei aber immer unzuverlässiger wird“.

Der Zahnarzt Dr. Thomas Himstedt aus Vöhrum hat sein Problem (PAZ berichtete) zwischenzeitlich der Bundesnetzagentur gemeldet - und wartet immer noch auf Antwort. Er hatte im neuen Jahr über eine Woche auf seine Zeitschriften fürs Wartezimmer und andere Post warten müssen.

Ähnliche Erfahrungen hat auch Armin A. Dogin aus Peine gemacht. „Ein Anruf bei der Hotline der Post in Bonn ergab keine konstruktive Lösung. Es kam lediglich ein nichtssagendes Schreiben. Zwischenzeitlich hat er eine Eingangsbestätigung der Bundesnetzagentur bekommen. Das Prozedere kennt der pensionierte Beamte nur zu gut. Nach einer Beschwerde vor einem Jahr hatte er schon einmal Kontakt zu der Aufsichtsbehörde: „Auf die damalige Beschwerde kam aber nur Antwort mit viel Blabla.“ Und weiter: „Ich bin momentan viel im europäischen Ausland unterwegs. Überall, ob in Spanien, Skandinavien oder Frankreich sieht man Fahrzeuge von DHL, aber am Stammsitz dieser Firma, nämlich in Deutschland, schafft man es nicht, eine gewöhnliche Briefsendung innerhalb eines Tages von A nach B zu befördern.“

mic

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