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Porträts und Rezepte von Peinern und Flüchtlingen

Kunst-Kochbuch Porträts und Rezepte von Peinern und Flüchtlingen

Peine. Ein Kunst-Kochbuch mit dem Titel „Peiner Lieblingsgerichte” haben Mitglieder der „KiP“ (Kunst im Peiner Land), Flüchtlinge aus dem Unternehmenspark und ehrenamtliche Helfer erstellt.

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Geschmackvoll: Die Peiner Künstlerin Britta Ahrens zeigt das Kunst-Kochbuch „Peiner Lieblingsgerichte”.

Die Idee zu diesem ungewöhnlichen Kochbuch entstand aus einer Serie von Porträts und Selbstporträts, die während des regelmäßigen Malkurses im Unternehmenspark (UPP) an der Woltorfer Straße gemalt wurden. Britta Ahrens und der irakische Künstler Musafer Qassim begleiten den Kurs.

„Als die ersten mehr oder weniger gelungenen Selbstporträts an der Wand hingen, haben die Bewohner des UPP so viele Witze drüber gerissen, dass wir uns gesagt haben: Die sind so lustig, darüber sollten mehr Leute lachen als nur wir”, erklärt Britta Ahrens und schmunzelt. Musafer fügt hinzu: „Da war die Idee, etwas Größeres daraus zu machen.“ Und weil alle gerne kochen und essen, sich sowieso schon gegenseitig mit Begeisterung in die Töpfe geguckt haben, fanden die Teilnehmer die Idee, Kunst mit Kochen zu vermischen, wunderbar.

Ahrens: „Es ist natürlich gemein, einen Muslim am frühen Abend während der Fastenzeit nach seinem Lieblingsgericht zu fragen, aber zusammengekommen ist eine Sammlung von 51 Rezepten und Porträts, die sich sehen und schmecken lassen kann.” Mitgemacht haben auch Bürgermeister Michael Kessler, Landrat Franz Einhaus und Kreismuseumsleiterin Dr. Ulrika Evers.

„Die Gerichte sind leicht nachzukochen, wir haben schon einige ausprobiert”, freut sich Nabil Boultif. Alan Karim ergänzt: „Oder käme ein Deutscher auf die Idee, Bratkartoffeln, Nüsse, Reis und Rosinen in einem Gericht zu mischen? Musafer hat es für uns alle gekocht, und es schmeckt toll.”

Die „KiP“ hat sich, seit die Geflüchteten in der Ilseder Gebläsehalle ankamen, um die Künstler und kunstinteressierten Bewohner gekümmert, damit sie wieder malen können. „Ein Maler ohne Pinsel und Farben - das geht gar nicht, eine furchtbare Vorstellung auch für mich selbst“, sagt Ahrens und verspricht: „Darum wird der Erlös dieses gemeinsamen Projektes zur ,Herzenswunsch-Erfüllung‘ verwendet, denn auch ein Fotograf ohne Kamera oder ein Musiker ohne sein Instrument haben es hier zusätzlich schwer.“

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