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Polizistin getreten: 900 Euro Geldstrafe

Peine Polizistin getreten: 900 Euro Geldstrafe

Zu 900 Euro Geldstrafe wurde eine 26 Jahre alte Peinerin wegen Widerstands gegen Polizeibeamte und gefährliche Körperverletzung im Amtsgericht verurteilt.

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Das Gericht in Peine.

Quelle: mgb

Peine. Im September 2013 hatte sie sich massiv gegen eine Personenkontrolle durch die Polizei gewehrt und dabei eine Polizistin gegen den Hinterkopf getreten - mit einem Springerstiefel mit Stahlkappe. Das Verfahren war zunächst gegen 40 soziale Arbeitsstunden vorläufig eingestellt worden. Weil die Angeklagte diese Auflage aber nicht erfüllte, landete sie nun schließlich vor dem Strafrichter.

Aufgrund großer persönlicher Probleme zu jener Zeit sei es damals zu jenem bedauerlichen Vorfall gekommen, räumte die alleinerziehende Mutter in der Verhandlung voll geständig ein. An jenem Tag habe sie auch noch einen gewaltigen Krach mit ihrem Freund (49) gehabt und hätte zudem unter Alkohol und anderen Drogen gestanden - 1,45 Promille hatte die Blutuntersuchung ergeben.

Weil sie ihren eigenen Wohnungsschlüssel bei ihrem Freund vergessen hatte, schlug sie schon im Treppenhaus bei ihm Krach, wobei eine Türscheibe zerbrach. Da hatte eine Nachbarin die Polizei gerufen. Als die Beamten die junge Frau nach ihren Personalien befragten, wollte sie sich durch die Hintertür aus dem Staub machen. „Ich hatte keine Papiere dabei, die waren in meiner Wohnung“, sagte die Angeklagte.

„Sie hat um sich geschlagen und geschrien, da brachten wir sie zu Boden, und als ich mich nach dem Freund umsah, erhielt ich den Tritt gegen den Kopf“, sagte die betroffene Polizeibeamtin (34) aus. Unter Kopfschmerzen habe sie dann gelitten, aber nur an diesem Tag.

Die restlichen 30 sozialen Arbeitsstunden in einem Männerwohnheim habe sie nicht mehr ableisten mögen, da sie dort permanent angebaggert und beleidigt worden sei, erklärte die Angeklagte leise. Sechs Monate Freiheitsentzug sei die Mindeststrafe beim Tatbestand der gefährlichen Körperverletzung, erklärte der Richter.

Allerdings billigte er der bislang völlig unbelasteten, geständigen Angeklagten, die sich schriftlich bei der Polizistin entschuldigt hatte, auch aufgrund ihres Rauschmittelkonsums einen minder schweren Fall zu, so dass die Ein-Euro-Jobberin und Hartz-IV-Empfängerin mit einem Strafmaß vom untersten Rand - 90 Tagessätze zu je 10 Euro - davonkam.

hui

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