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Polizist Neidhart hielt Vortrag zum Thema Wohnungseinbrüche

Peine Polizist Neidhart hielt Vortrag zum Thema Wohnungseinbrüche

Einbrecher wollen in der Regel gar nicht nachts einbrechen, das häufigste Einbruchswerkzeug ist ein simpler Schraubenzieher und der aus vielen Krimis bekannte „Scheckkartentrick“ funktioniert gar nicht! Bernd Neidhart, Kriminalhauptkommissar beim Polizeikomissariat Salzgitter-Bad, klärte jetzt bei der von der Kolpingfamilie organisierten Veranstaltung im Friedrich-Spee-Haus seine Zuhörer über viele Mythen rund um das Thema Wohnungseinbrüche auf und gab wertvolle Tipps.

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Bernd Neidhart

Quelle: ehl

„Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im Landkreis Peine 2012 um 43 Prozent gestiegen, in Deutschland wird statistisch gesehen alle drei Minuten versucht, einzubrechen“, nannte Neidhart schockierende Zahlen. Die Haupteinbruchszeit liegt dabei, entgegen vieler Vorurteile, zwischen 10 und 13 Uhr am helllichten Tag. „Wohnungseinbrecher wollen die Konfrontation mit den Eigentümern vermeiden“, erklärte Neidhart und betonte zugleich: „Dabei brauchen die Täter nicht viel Zeit. Sie kommen, wenn man am wenigsten damit rechnet, beispielsweise ein kurzes Gespräch mit dem Nachbarn hält.“ Der Kriminalhauptkommissar warnte davor, sich mit Sätzen wie „Bei mir ist doch gar nichts zu holen“ in Sicherheit zu wiegen. „99 Prozent aller Täter sind Gelegenheitseinbrecher. Sie wissen vorher nicht, was sich in der Wohnung befindet, und sind mit einfachen Mitteln abzuhalten“, erläuterte Neidhart.

Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen ist in den letzten Jahren immer weiter gesunken, da Täter oftmals von Banden engagiert werden und von weit außerhalb kommen. Ziel sei es deshalb, die Anzahl der gescheiterten Versuche zu erhöhen: „Einbrecher geben sofort auf, wenn es ihnen zu lang dauert. Dann suchen sie sich ein anderes Haus, das schlechter gesichert ist“, sagte Neidhart. Dabei suchen Täter in der Regel gezielt nach Goldschmuck oder Bargeld, weil nach diesen Sachen nur schwer gefahndet werden kann und sie einen definierten Wert haben.

Zuletzt ermunterte Neidhart seine Zuhörer noch, sich polzeilich beraten zu lassen: „Allgemeine Tipps bringen keine absolute Sicherheit. Das Wichtigste ist, sich individuell von der Polizei beraten zu lassen. Das ist in Niedersachsen kostenlos und wird auch so bleiben.“

ehl

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