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Polizei warnt vor falschen Mahnschreiben

Kreis Peine Polizei warnt vor falschen Mahnschreiben

Kreis Peine. Die Polizei warnt: Verschiedene Inkasso-Unternehmen mit Namen wie zum Beispiel Global Forderungs Service Ltd, Inkasso Partner GmbH, Global Claims Management, Alpha Inkasso und Europa Express GmbH haben betrügerische Mahnschreiben versandt.

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Achtung: Solche falschen Mahnbriefe von Inkasso-Unternehmen sind aktuell im Umlauf.

Quelle: A

Polizei-Sprecher Peter Rathai sagt: „Im Landkreis Peine haben nach bisherigen Erkenntnissen etwa 85 Bürger diese Briefe erhalten.“

Die Staatsanwaltschaft Hof nahm jetzt Ermittlungen im Zusammenhang mit dem „Betrug durch Versendung unberechtigter Mahnschreiben“ auf. Bei der Durchsuchung einer Firma stellten die Ermittler umfangreiches Datenmaterial sicher, aus dem hervorgeht, dass im Auftrag von den Betrügern in den letzten drei Monaten etwa 87 000 Mahnschreiben in ganz Deutschland, die Schweiz und Österreich verschickt worden sind. Insgesamt wurden vermutlich seit 2013 über 160 000 Schreiben versandt.

Im Landkreis Peine sind laut Rathai „nach bisherigen Erkenntnissen 85 Bürger Empfänger solcher Mahnschreiben geworden“. Die Polizei Peine wird daher in den nächsten Tagen alle bereits bekannten Opfer anschreiben und zu den erhaltenen Mahnschreiben befragen. Die so kontaktierten Betroffenen werden gebeten, diese Anhörbögen ausgefüllt zurück zu schicken. Darüber hinaus werden alle von solchen Mahnschreiben betroffenen Bürger, die in den nächsten zwei Wochen keinen Anhörbogen bekommen, aufgefordert, sich bei der Polizei in Peine zu melden.

Von den Adressaten hat bisher nur ein Bruchteil Anzeige erstattet. „Gerade ältere Mitbürger sind sich nicht bewusst, dass sie mit diesen Schreiben betrogen wurden und haben das geforderte Geld gutgläubig bezahlt, um weiterem Ärger aus dem Wege zu gehen. Denn die Betrüger hatten oft im Vorfeld die Betroffenen bereits mit zahlreichen Anrufen überzogen, wo sie mit Gerichtsvollzieher, Justiz und Polizei drohten“, erklärt Rathai.

Nach bisherigen Ermittlungen des Bundeskriminalamtes im Ausland, wo die Gelder hinflossen, wurde bekannt, dass bei verschiedenen Konten der Täter Zahlungseingänge innerhalb von drei Monaten in Höhe von etwa 230 000 Euro eingegangen sind. Da die Täter jedoch mehrere Konten betreiben, lässt sich die genaue Schadenshöhe noch nicht annähernd ermitteln.

tk

Hinweise gehen an die Polizei Peine unter der Telefonnummer 05171/9990 .

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