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Polizei geht verstärkt gegen Einbrüche vor

Peine Polizei geht verstärkt gegen Einbrüche vor

Die Polizei schlägt Alarm: Die Zahl der Wohnungseinbrüche im Landkreis Peine ist im vergangenen Jahr um 25 Prozent auf 290 Straftaten gestiegen (PAZ berichte). Die Aufklärungsquote lag nur bei 8,6 Prozent. Nun liegt die Bilanz fürs erste Quartal 2016 vor: 122 Einbrüche wurden registriert - ein neuer Negativ-Rekord.

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Informierten über die aktuelle Situation was Einbruchdiebstähle anbelangt (v.l.). Der Leiter der Peiner Polizeikommissariats Thorsten Kühl, Ralf Schärer und Bernd-M. Neidhart.

Quelle: Michael Lieb (mic)

Bei einem Pressegespräch erläuterte die Polizei gestern, wie sie noch stärker gegen Einbrüche vorgehen will. Gefragt sind dabei auch die Peiner Bürger.

„Unser Ziel ist es, die Aufklärungsquote zu verbessern“, erläuterte Polizeihauptkommissar Ralf Schärer. Zu diesem Zweck sei Mitte Mai eine neue zentrale Ermittlungsgruppe eingerichtet worden, deren Büros und Logistik bei der Polizeiinspektion in Salzgitter angedockt sind. Schärer ist deren Leiter. Ein wesentlicher Punkt: In der Gruppe gibt es flexiblere Arbeitszeiten, so dass Ermittlungen im Falle einer Festnahme sofort beginnen können und nicht auf den nächsten Tag verschoben werden müssen.

Eine immer wichtigere Rolle spiele auch die „Netzwerkarbeit“. Diebe machten nicht an Landkreisgrenzen halt, Gruppierungen seien in der ganzen Region unterwegs. Tatzusammenhänge nachzuweisen ist aus Polizeisicht auch deshalb wichtig, weil es etwa bei schwerem Bandendiebstahl mit Blick auf die Strafprozessordnung ganz andere Möglichkeiten gäbe, als bei kleinen Fischen.

„Hinter jedem Einbruch steht ein Opfer“, sagte Thorsten Kühl, Leiter des hiesigen Polizeikommissariats. Auch deshalb wolle man in diesem Bereich künftig einen Schwerpunkt setzen. „Elf Prozent der Opfer ziehen nach einem Einbruch aus ihrer Wohnung aus, weil sie sich dort nicht mehr sicher fühlen“, ergänzte Bernd Neidhart, der für Präventionsarbeit im Bereich Peine zuständig ist. Der Polizist bietet kostenlose Vor-Ort-Beratung in Sachen Sicherheit an. Wer Interesse hat, kann ihn unter Telefon 05341/1897-109 kontaktieren und einen Termin vereinbaren.

Da die Polizei nicht ständig überall präsent sein kann, seien bei der Einbruchs-Prävention auch alle Bürger gefragt. Wer etwas Verdächtiges beobachtet, sollte sich bei der Polizei melden. „Lieber einmal mehr als einmal zu wenig“, sagte Kühl. Wichtig: Wer etwa im Dunkeln einen Einbruch beobachtet, sollte sich zurückhalten und sofort 110 wählen. Das macht es einfacher, Diebe zu fassen.

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