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Polizei Peine: Mit eigener App gegen Kriminelle

„PreMap“ läuft gut an Polizei Peine: Mit eigener App gegen Kriminelle

Die Polizei setzt verstärkt auf die Vorteile der Digitalisierung. Auch im Kreis Peine sammelt eine selbstentwickelte App Informationen über Einbrüche und schätzt die Gefahr für Wiederholungstaten ein. Nach den ersten Testwochen sind die Ermittler zufrieden.

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Oberkommissar Daniel Arth (r.) und Hauptkommissar Björn Hirsch von der Polizei-Inspektion Salzgitter-Peine-Wolfenbüttel schauen sich die App auf einem Tablet an.

Quelle: Swen Pförtner

Kreis Peine. Peines Polizei-Sprecher Peter Rathai sagt der PAZ: „Aktuell läuft bei unserer Polizei-Inspektion in Salzgitter-Peine-Wolfenbüttel sowie in Wolfsburg ein niedersächsisches Pilotprojekt.“ Das digitale Programm „PreMap“ gebe dabei den Polizisten mobil und zeitnah Informationen über Wohnungseinbrüche, die bis zu vier Wochen zurückliegen. Die Informationen zu den Einbrüchen würden dabei auch genutzt, um Prognosen über die Gefahr von Wiederholungstaten abzugeben.

Grundlage dafür sei die weltweite Erfahrung durch das sogenannte Phänomen „Repeat-Near-Victimisation“. Aufgrund von empirischen Daten wird dabei laut Rathai davon ausgegangen, „dass Täter nach einer ersten Tat innerhalb der nächsten 72 Stunden oft im Umkreis von 500 Metern erneut zuschlagen“. Es gehe nicht darum, die Kriminellen auf frischer Tat zu ertappen. Das würde die Polizisten zwar freuen, sei aber in den zehn Wochen, in denen das Projekt läuft, noch nicht vorkommen. „Das Programm ist ein Teil unserer Präventionsarbeit gegen Einbrüche“, ergänzt Hauptkommissar Björn Hirsch aus Salzgitter. Es helfe vor allem bei der Vorbereitung und Planung der Streifenfahrten. Früher hätten die Beamten in der Wache unzählige Papiere durchgehen und Tabellen sichten müssen, bevor sie sich überhaupt in den Streifenwagen setzen konnten. Diese Arbeit erledige jetzt das Programm.

Hirsch und sein Kollege, Oberkommissar Daniel Arth, sind nach den ersten Wochen überzeugt, dass die App ihnen dabei hilft, schneller und gezielter in Risikogebieten Streife zu fahren. Viele Schwerpunkte für Einbrüche würden die Beamten natürlich kennen. Es komme aber auch oft vor, das sie von der Auswahl der Einbrecher überrascht seien. Denn die professionellen Täterbanden würden sich nicht nur auf Einfamilienhäuser in besseren Wohnlagen konzentrieren. „Sie schlagen auch in Reihenhaus-Siedlungen zu, in denen es auf den ersten Blick gar nicht so viel zu holen gibt“, berichtet Arth.

Mit den verlässlichen Daten aus dem Programm müssten sich die Polizisten nicht mehr auf die eigene Wahrnehmung und ihr Bauchgefühl verlassen. „Wenn der Empfang über den Mobilfunkstandard LTE gut ist, funktioniert auch die Technik, auch wenn die Anwendung manchmal etwas langsam ist“, sagt der Polizist. Diese Rückmeldung decke sich mit den ersten Eindrücken der etwa 250 Polizisten, die die App gerade in ihren Arbeitsalltag integrieren. 29 Tablets stehen dafür zur Verfügung.

„Das Feedback ist durchweg positiv“, resümiert Sven Kohrs vom Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen.

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