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Politiker testeten Elektro-Autos

Peine Politiker testeten Elektro-Autos

Peine. Lautlos durch Peine: Die zwei Peiner Ratsherren Bernd Kielhorn und René Laaf (beide SPD) testeten jetzt jeweils ein Elektro-Auto der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg auf seine Alltagstauglichkeit.

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René Laaf und sein geräuschloses Elektro-Auto.

Ganz überzeugt sind die beiden trotz geringen Unterhaltungskosten der beiden VW E-Up nicht, denn die begrenzte Reichweite der Fahrzeuge sorgte das eine oder andere Mal für schwitzige Hände. Für Stadtverkehr sei das E-Auto jedoch sehr gut geeignet.

„Eine Batterieladung kostet etwa 4 Euro. Damit kann man zirka 100 Kilometer weit fahren, unter Kostengesichtspunkten also durchaus reizvoll“, sagte Kielhorn. „Wenn man dann noch die kostenlosen Zwischenladungen an öffentlichen Ladestationen mit in die Berechnung einbezieht, ist das E-Mobil im Betrieb sehr günstig.“ Das stetige Laden und die langen Ladezeiten machten es aber fast unmöglich, den VW E-Up für viele spontane Fahrten zu benutzen, berichtete „Testfahrer“ Laaf.

Kielhorn arrangierte sich mit dem Laden des E-Autos. Er fuhr täglich mit dem Fahrzeug zu seiner Arbeitsstelle nach Celle und ließ den Wagen bis zu seiner Mittagspause an der Zapfsäule laden. Da die E-Tankstellen aber in der Region spärlich gesät sind, musste er jeden Tag einen flotten 30-minütigen Fußmarsch in Kauf nehmen - und das bei Wind und Wetter. „Komfort ist was anderes“, so Kielhorn. Jedoch hatte er sich nach kürzester Zeit daran gewöhnt und genoss das Gehen am Morgen.

Bislang hatte ihm nur eine Fahrt Schwierigkeiten bereitet: und zwar als er über Lehrte nach Goslar fuhr. Hier musste er nämlich einen Stopp einlegen, um das Auto aufzuladen. Später fuhr er im ECO-Modus zum Ziel, einer Einstellung bei der die Höchstgeschwindigkeit herabgesetzt wird, um den Stromverbrauch zu senken. Kielhorn: „Mit meinem normalen Auto wäre ich schon eine Stunde vorher auf der Arbeit gewesen.“ Auch Laaf bekam schwitzige Hände, als er mit Beifahrern nach Braunschweig fuhr und den Akku förmlich beim Entladen beobachtete.

Im Stadtverkehr könne der E-Up jedoch punkten: Die Spritzigkeit der Automatik-Wagen überzeugte beide Tester ohne Einschränkungen. Nur die geringen Fahrgeräusche der Wagen irritierten die Fahrer - und auch die Passanten. „Fußgänger schauen nicht, ob ein Auto kommt, sondern verlassen sich oft auf ihr Gehör“, sagte Laaf. Besonders bei Radfahrern kam es zu Schwierigkeiten, da sie das Auto aufgrund der fehlenden Geräuschkulisse nicht wahrnahmen. Ganz treffend dazu rief Laaf ein Passant entgegen: „Du tauchst auf wie ein U-Boot auf Schleichfahrt!“

„Gerade für Nutzer, die kurze und vorher überschaubare Wege zurücklegen, bietet das E Auto eine echte Alternative“, lobte Laaf das elektrische Gefährt. Und auch Kielhorn ist überzeugt: „Ein Elektroauto ist für kurze, innerörtliche Strecken sehr gut geeignet - wenn man zu Hause eine Lademöglichkeit hat.“

mgb

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