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Pläne fürs Elmeg-Gelände: Wohnen, Demenzdorf und ein Mietlager

Peine-Telgte Pläne fürs Elmeg-Gelände: Wohnen, Demenzdorf und ein Mietlager

Telgte. Bis zu 250 neue Wohnungen, ein Demenzdorf und ein Mietlager könnten in den nächsten Jahren auf dem Elmeg-Brachen-Gelände in Telgte entstehen.

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Blick auf das 33 Hektar große Elmeg-Gelände: Wo einst Telefonanlagen hergestellt wurden, soll nun großflächig Wohnraum entstehen. Foto: Archiv

Quelle: André Bullwinkel

Das erklärte der Entwickler für das Millionen-Projekt jetzt auf PAZ-Anfrage. Inzwischen ist die Neubelebung des 33 Hektar großen Areals planerisch einen Schritt vorangekommen. Die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange ist abgeschlossen. Ergebnis: Für das Projekt ergeben sich keine wesentlichen Einschränkungen, auch die vorhandenen Altlasten auf einer Teilfläche des Geländes stehen der Realisierung nicht im Weg.

Im laufenden Verfahren gibt es eine Reihe von Punkten abzuarbeiten, wie etwa die Verkehrsanbindung. Eine zentrale Frage lautet, wie das Wohnquartier an das bestehende Verkehrsnetz angebunden werden kann. Parallel laufen Untersuchungen zur Lärmeinwirkung durch die Bahn und die A2 auf das Gelände hinsichtlich der geplanten Wohnbebauung. Zusätzlich werden Arten- und Naturschutzgutachten erarbeitet.

Aktuell plant der Entwickler Grundstücke für den Bau von 200 bis 250 Wohnungen, bei gut der Hälfte gehe es um „bezahlbaren Wohnraum“. Er will sich dabei auch an einer Wohnraum-Bedarfsanalyse orientieren, die derzeit von der Stadt Peine erarbeitet wird. Gefragt seien aktuell vor allem kleinere Wohnungen und Wohnungen für Familien.

Die BBG sei als Mieter von Bestandsgebäuden auf dem Areal langfristig gesichert worden. Dabei sei daran gedacht, die Betriebe der BBG mit Projekten in der weiteren Entwicklung des Areals einzubinden.

Weiter aktuell sind ebenfalls die Pläne für ein Demenzdorf. Hierfür stehe der Investor mit zwei potenziellen Betreibern in Kontakt, die bereits großes Interesse signalisiert hätten.

Für eines der Bestandsgebäude laufen Überlegungen über die Einrichtung eines Mietlagerbetriebes. Sogenannte „Self-Storage-Anlagen“ gibt es in den USA bereits seit mehreren Jahrzehnten und werden auch in deutschen Städten zunehmend populärer, da immer mehr Menschen ihre Besitztümer temporär einlagern möchten.

Gespräche hinsichtlich der neu zu erstellenden Energieversorgung für das Wohnquartier laufen derzeit mit den Stadtwerken Peine.

Das für eine Neubebauung notwendige Verfahren könnte bis Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sein. Mit dem Abriss der ersten Gebäude soll eventuell schon im Herbst begonnen werden, auch um Anreize für weiteren Vandalismus auf dem Gelände zu beseitigen.

mic

Altlast auf Gelände: FKW im Grundwasser

Eine rund 800 Quadratmeter große Fläche des Elmeg-Geländes in Telgte ist mit Fluorkohlenwasserstoff (FKW) im Grundwasser belastet. Die Altlast stammt nach PAZ-Informationen aus Elektronik-Platinen, die der Telefonhersteller Elmeg seinerzeit in Telefonanlagen verbaute.

Wie der Landkreis Peine jetzt auf PAZ-Anfrage mitteilte, liegt ein Gutachten zu dem noch verbleibenden Sanierungsumfang vor. „Bei der Sanierung des lokalen Grundwasserschadens, der nur einen kleinen Teilbereich des Geländes umfasst, konnten Erfolge festgestellt werden. Weitere Maßnahmen wurden abgestimmt, der Sanierungsplan muss noch angepasst werden“, sagte Landkreis-Sprecher Henrik Kühn.

Bei der anstehenden Geländefreiräumung soll durch begleitende Bodenuntersuchungen sichergestellt werden, dass die Vorgaben der Bundes-Bodenschutz-Verordnung für die vorgesehene Wohnnutzung  eingehalten werden. Kühn: „Dies ist eine übliche Vorgehensweise, die im Ergebnis die Einhaltung der gesetzlich vorgeschrieben Bodenqualitäten sichert. Sanierungswürdige Belastungen des Bodens sind jedoch nach aktuellen Stand nicht bekannt.“

Zuletzt lief an der belasteten Stelle bis 2011 ein chemisches Reinigungsverfahren, das allerdings nicht abgeschlossen wurde. Der Projektentwickler rechnet damit, dass die Altlast durch die Wiederaufnahme in fünf bis sechs Jahren beseitigt sein könnte.

Fluorkohlenwasserstoffe beeinflussen in der Atmosphäre das Klima. Sie tragen zur Erderwärmung bei, da die Moleküle die Wärmestrahlung von der Erdoberfläche absorbieren. Im Gegensatz zu FCKW haben Fluorkohlenwasserstoffe kein Ozonabbaupotenzial.

mic

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