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Pflicht! Schippen und Streuen

Regeln im Winter Pflicht! Schippen und Streuen

Weißer Wintertraum: Es schneit im Peiner Land, und auch in den nächsten Tagen soll es dicke Schneeflocken geben. Doch damit es nicht zu Unfällen kommt, müssen unbedingt Regeln eingehalten werden.

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Im Unterschied zu anderen Regionen hat der Landkreis Peine noch genug Streusalz.

Quelle: Archiv im

Kreis Peine. Eigentlich macht Schnee Spaß, doch er bringt auch Probleme mit sich: Während sich Schneemann- und Rodelfans an der weißen Pracht erfreuen, müssen Reisende und Berufspendler mit spiegelglatten Fahrbahnen sowie verspäteten Bussen und Bahnen rechnen. Auch Hausbesitzer haben jetzt alle Hände voll zu tun, um beim Freihalten der Gehwege nicht ins Schlingern zu geraten. Welche Rechte und Pflichten der viele Schnee den Peinern beschert, hat Verbraucherberaterin Ursula Hopstock zusammengestellt:

Räumpflicht: Bei Schneefall und Glatteis müssen Haus- und Grundbesitzer, aber auch Mieter Gehwege und Zufahrten von Schnee und Eis befreien. Kommen sie ihren Räumpflichten nicht nach und rutscht jemand auf dem Grundstück aus und kommt dabei zu Schaden, muss der Eigentümer mit Ersatzansprüchen rechnen. Haus- und Grundbesitzer können in diesem Fall gegebenenfalls auf ihre Haftpflichtversicherung zurückgreifen. Das Gleiche gilt für Mieter, wenn im Mietvertrag entsprechende Räum- und Streupflichten vereinbart sind.

Streumittel: Wer Gehwege eisfrei halten will, sollte zu umweltverträglichen Streumitteln aus Kalkstein, Sand oder Quarz greifen: Die Stoffe sind eine gute Alternative zum Salz.

Schäden: Bricht das Hausdach unter der Schneelast ein, hat man nur mit einer zusätzlich zur Gebäudeversicherung abgeschlossenen Elementarschadenversicherung ein sicheres Fundament für die Regulierung des Schadens. Können Glasfenster dem Druck der Schneemassen nicht standhalten, tritt die Glasversicherung ein. Voraussetzung ist allerdings, dass die Scheiben gerissen sind.

Bus- und Bahnverkehr: Inhaber einer Mobilitätsgarantie können bei Verspätungen von mehr als 20 Minuten eine Taxe nehmen. Kosten bis zu 30 Euro erstattet das jeweilige Verkehrsunternehmen. Allerdings: Es zählt immer nur die Verspätung einer einzelnen Verbindung. Verpasst man aufgrund einer 10-minütigen Verspätung seinen Anschlusszug und erreicht sein Ziel 20 oder 60 Minuten später als geplant, besteht kein Anspruch auf Erstattung.

Fernreisende erhalten eine Erstattung erst ab einer Verspätung von mehr als 60 Minuten. Sie können 25 Prozent des Reisepreises der einfachen Fahrt geltend machen, ab 120 Minuten Verspätung 50 Prozent. Im Unterschied zum Nahverkehr zählt für den Fernverkehr die Verspätung am Zielort. Verpasst man also aufgrund einer zehn-minütigen Verspätung seinen Anschlusszug und erreicht sein Ziel 20 oder 60 Minuten später als geplant, besteht Anspruch auf Erstattung.

tk

Gesalzenes Wintermärchen

Kreis Peine: Winterdienst arbeitet rund um die Uhr / Bereits 450 Tonnen Streusalz ausgebracht

Eiszapfen funkeln im Sonnenlicht, Bäume, und Sträucher tragen Zipfelmützen aus Schnee: Seit vielen Tagen bietet Peine einen Anblick wie aus dem Märchenbuch.

Doch für etliche Bewohner der Fuhsestadt hat die weiße Pracht auch eine schweißtreibende Seite: Allmorgendlich kratzen die Schneeschieber. Autos müssen freigeschaufelt, Einfahrten geräumt werden. Für einige Mitbürger ist das Ringen mit den Schneemassen sogar ein Vollzeitjob.

Die Straßenmeisterei des Landkreises setzt derzeit 16 ausgebildete Straßenwärter für den Winterdienst ein. In einem Zwei-Schicht-Betrieb sind sie rund um die Uhr unterwegs. Zusätzliche Unterstützung erhalten sie von Landwirten und privaten Fuhrunternehmern.

„Bei dem Wetter wird außer Salz nicht viel transportiert. Deswegen haben viele Fuhrunternehmer freie Kapazitäten. Auch Landwirte haben außer Rübenfahrten derzeit wenig zu tun“, erklärt Kai-Uwe Burgdorf, Leiter des Fachdienstes Straße.
Weil die Straßen auch schon für den Berufsverkehr geräumt sein müssen, ist Winterdienst etwas für Frühaufsteher: Regulärer Frühschichtbeginn ist zwar erst um 7 Uhr, aber der Bereitschaftsdienst fängt um 2 Uhr an. Dann prüft ein einzelner Straßenwärter die Witterungsbedingungen und entscheidet, ob ein vorgezogener Einsatz nötig ist. Von 14 Uhr bis 2 Uhr ist dann die Spätschicht dran.

In den vergangenen Tagen waren vorgezogene Einsätze die Regel: „Die Arbeiter aus den einzelnen Schichten haben sich praktisch die Klinke in die Hand gegeben“, sagt Burgdorf. Mit vereinten Kräften wurden auf diese Weise seit Weihnachten etwa 450 Tonnen Streusalz ausgebracht.

Wegen der großen Nachfrage kommen die Hersteller von Streusalz sogar in Lieferschwierigkeiten. Laut Zeitungsberichten aus Oldenburg und dem Münsterland kam es in den entsprechenden Regionen bereits zu Versorgungsengpässen.
Für den Kreis Peine ist eine Streusalzknappheit nicht zu erwarten: „Wir verfügen noch über ausreichende Vorräte“, sagt Burgdorf.

André Ziegenmeyer

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