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Pflanzinsel wird zur Parkplatz-Behinderung

Dungelbeck Pflanzinsel wird zur Parkplatz-Behinderung

Ärger in Dungelbeck: Im Zuge der Dorferneuerung wird die Straße Festanger zur Verkehrsberuhigung jetzt mit Pflanzinseln bestückt, die auf der Fahrbahn am Straßenrand entstehen. Doch die Anwohner Eva und Heinz Friesdorf haben in ihrem Haus noch zwei Wohnungen vermietet und möchten deshalb gern wie bisher über die ganze Breite auf das Grundstück fahren können - genauso wie deren Mieter.

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Das Ehepaar Friesdorf hat vor 25 Jahren viel Geld für die Bordsteinabsenkung vor seinem Grundstück bezahlt – jetzt kommen eine Pflanzinsel und eine Straßenlampe direkt davor.

Quelle: hui

Nun hat die Stadt Peine Tatsachen geschaffen und gegen ihren erklärten Willen eine Pflanzinsel mitten vor dem Grundstück der Friesdorfs angelegt.

Noch klafft ein tiefes Loch vor dem Dungelbecker Grundstück Festanger Nummer 32. Der kleinkronige Baum und die Rosenbüsche müssen erst noch gepflanzt werden. Aber die Chance auf eine Aussicht aufs Grün betrübt Eva und Heinz Friesdorf eher, als dass es sie beglückt.

„Wir hatten ein Schreiben von der Stadt bekommen und haben daraufhin unseren Wunsch angemeldet, dass wir zu unserem Grundstück freie Zufahrt haben möchten und keine Pflanzinsel“, sagt Eva Friesdorf. „Wir sind ja nicht gegen Bäume, aber wenn ich mit meinem Anhänger hier rein und raus will, kann ich dann nicht mehr rangieren, weil der Baum im Weg ist“, fügt Heinz Friesdorf hinzu.

Zudem könne er in der engen Straße mit seinem Anhänger wegen der Bauminsel kaum das Grundstück verlassen. Sein favorisierter Standort für Baum und Büsche liegt ein paar Meter weiter in Richtung Einmündung des Neuen Wegs. „Da stand früher ein Blumenkübel auf der Straße und die Autofahrer konnten deshalb nicht so schnell um die Kurve bürsten, sondern mussten vorsichtiger fahren“, sagt Friesdorf.

Doch die Abteilung Stadtgrün habe ihnen genau vor ihr Grundstück die Bauminsel gesetzt. „Wir hatten daraufhin einen Besuchstermin mit dem Zuständigen der Stadt vereinbart, aber der ist nicht erschienen“, berichtet Eva Friesdorf. Daraufhin habe sich das Ehepaar auf den Weg ins Peiner Rathaus gemacht, wo man mitteilte, dass der Sachbearbeiter erkrankt sei.

Laut Stadtsprecherin Karin Richter seien einzelne Anfragen und Anregungen von den direkten Anliegern geklärt und vereinbarungsgemäß umgesetzt worden. Dem Wunsch der Eheleute Friesdorf, ganz auf eine Pflanzinsel zu verzichten, habe man seitens der Stadt wegen anderer Zufahrten oder Versorgungsleitungen leider nicht nachkommen können.

Allerdings könne das Grundstück noch über eine fünf und eine drei Meter breite Zufahrt befahren werden. Regulär sei nur eine abgesenkte Grundstückszufahrt von drei Metern zulässig. Insofern sei die Stadt der Familie mit einer Gesamtzufahrtsbreite von acht Metern neben der Bauminsel großzügig entgegengekommen. „Die Nachbarn spotten schon, das sei ein Schildbürgerstreich“, sagt Eva Friesdorf.

Sie und ihr Mann hatten vor 25 Jahren den Bordstein auf ganzer Grundstücksbreite mit Genehmigung der Stadt aber auf eigene Kosten absenken lassen. Gerade haben sie erfahren, dass dort auch eine Straßenlaterne aufgestellt werden soll - und dazu an dieser Stelle der Bordstein wieder erhöht wird.

„Das ist vielleicht ein Theater“, sagt die Ehefrau seufzend.

hui

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