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Pfarrer Blumenberg verabschiedet sich

Peine Pfarrer Blumenberg verabschiedet sich

Peine. „Katholischer Pfarrer zu sein, mit all den Freiheiten und kreativen Möglichkeiten, ist der allerschönste Beruf!“ Davon lässt sich Thomas Blumenberg auch nach 26 Jahren nicht abbringen. „Die sieben Jahre in Peine waren wohl die dichtesten meiner priesterlichen Laufbahn“, sagt er und meint „den Wust an Besonderheiten“ in der Kirchengemeinde „Zu den heiligen Engeln“: katholische Schule und Kindergarten, Sozialstation, die weitgestreuten Aufgaben der Caritas. Und an vorderster Front dieses gewachsenen sozialen Spektrums mit all seinen administrativen Belangen: Blumenberg, der kunstsinnige Priester, dessen Herz zuerst für die Seelsorge und die Liturgie der Messe schlägt.

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Pfarrer Thomas Blumenberg mit dem letzten selbst gebundenen Blumenschmuck.

Quelle: im

Verwaltungsarbeit läge ihm überhaupt nicht, gibt er rückblickend zu und bedauert sehr, dass „so viele andere darunter leiden mussten“. Im Trubel dessen habe er sich zuweilen wie im „Zirkus heilige Engel“ gefühlt: „Mit Pfarrsekretärin Irmtraut Ludwig als Dompteurin in der Pfarrbüro-Arena und mir als Clown und Direktor in einer Person.“ Dazu der Stoff, der leicht Romane oder eine „TV Kirchen-Soap“ vom Umfang der „Lindenstraße“ füllen könnte.

Peine kannte Blumenberg vor seiner Versetzung hierher nur dem Namen nach und kommt zunächst zu der Erkenntnis: „als Priester hier zu wirken, habe ich mir eigentlich nicht zugetraut.“ Andererseits: der Mensch denkt und Gott lenkt.

Und so blickt der Pfarrer nun zufrieden auf die sieben Jahre zurück: die restaurierte Pfarrkirche, die Wiederentdeckung und Pflege der im Moment im Kreismuseum ausgestellten Kunstschätze, den neu gestalteten Klostergarten, die Kinderkirche und die vielen anderen erfolgreichen Projekte, die nach und nach dazu kamen.

„Ich habe das hier sehr lieb gewonnen“, sagt er und meint neben Kirche und Kunst auch die historische Auseinandersetzung mit der Stadt, die er in seinem erfolgreichen Theaterstück „Die Eul’ zu Pein’ verarbeitete und mit der Vöhrumer Hukl-Bühne aufführte.

Dass er dies alles und „mein einziges Ehrenamt, die floristische Gestaltung des Altarraumes“ ab heute zurücklässt, macht ihn nicht traurig. Im Gegenteil. „So ein Wechsel in der Gemeinde wirkt stets sehr belebend“.

Sehr glücklich scheint Blumenberg, dass er sein künftiges Wirkungsfeld im Süden Hildesheims findet, in der Gemeinde St. Gallus in Detfurth, einer ländlich geprägten Gemeinde mit „acht Kirchen in fünf Dörfern in einer landschaftlich wunderschönen Umgebung mit 3500 Katholiken“. Und hoffentlich auch dort Freude und Erfüllung „am schönsten Beruf“.

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