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Pfarrer Blumenberg bringt Stück über die Peiner Eule auf die Bühne

Peine Pfarrer Blumenberg bringt Stück über die Peiner Eule auf die Bühne

„Die Eul’ zu Pein’“ - aus einem gefürchteten Tier wurde das Symboltier der Stadt. „Eine interessante Geschichte“, dachte sich Pfarrer Thomas Blumenberg. Und so machte er aus der Legende ein gereimtes Theaterstück.

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Bei der Probe (v.l.): Thomas Blumenberg, Hubert Klinke und Andreas Schote.

Quelle: im

Von der mittelalterlichen Legende über die Eule und Peine hatte der katholische Geistliche als Kind in Borsum gehört. Es habe ihn später schon verwundert, dass es kein Theaterstück über die Geschichte gab. So schuf er zunächst eine Fassung für die Puppenbühne, „diese habe ich nun für die große Bühne erweitert“, sagt Blumenberg.

„Die Eul’ zu Pein’“ lautet der Titel des Stücks. Es zeigt, wie die Eule zunächst gefürchtet und mit Feuer bekämpft wurde, aus dem ein Großbrand entstand. Im Laufe der Zeit wurde aus dem Symbol für Hohn und Spott ein Symbol für Stärke und Identifikation. „Die Peiner redeten sich ihren Vogel schön“, erläutert Blumenberg.

Das Stück spielt zwar um 1520, aber Blumenberg hat in die Handlung aktuelle Peiner Bezüge eingearbeitet. „Es geht unter anderem um die Frage, wie das Peiner Freischießen entstanden ist, um Peiner Spezialitäten, Peiner Bier und die Bedrohung durch Braunschweig mit Kaufkraftverlust oder auch die Verbundenheit mit Hildesheim als Teil vom Fürstentum.“

Seit Oktober laufen die Proben, zwei Aufführungen im Forum finden im Januar statt. Die Einnahmen sind für Restaurierungsarbeiten in der katholischen Kirche bestimmt.

Unterstützt wird Blumenberg von der Vöhrumer Hukl-Bühne, deren Impresario Hubert Klinke sofort begeistert bei der Sache war. Es gibt sechs Haupt- und zehn kleinere Rollen. Blumenberg selbst spielt den Theaterdirektor und einen Straßenkehrer und Ausrufer. Die historischen Kostüme und Requisiten stammen von Werner Brandes aus der Vöhrumer Heimatstube „Rumpelkammer“ und aus dem Kostümverleih von Eleonore und Gerhard Koepke. Das Bühnenbild malte Claus Rühmann.

jti

Theater für die Kirchendecke

Das Stück „Die Eul’ zu Pein’“ wird am Sonnabend, 12. Januar, um 20 Uhr und am Sonntag, 13. Januar, um 19 Uhr im Peiner Forum aufgeführt. Es gibt nummerierte Platzkarten, die 10 Euro kosten. Erhältlich sind die Karten im katholischen Pfarramt „Zu den Heiligen Engeln“, Von-Ketteler-Platz 3, sowie in der Buchhandlung Gillmeister und der Vöhrumer Bücherstube.

Für Pfarrer Thomas Blumenberg sind die Theateraufführungen eine Herzensangelegenheit. „Die Einnahmen sollen gesammelt werden. Das Geld ist für die Vervollständigung der Ausmalung der Kirchendecke ,Zu den Heiligen Engeln‘ bestimmt. Es fehlen noch Teile – und wir müssen dies aus eigener Kraft schaffen.“

Die Legende von der Peiner Eule ist schon sehr alt. Sie wurde 1563 von dem aus Kassel stammenden Dichter, Übersetzer und Landsknecht Hans Wilhelm Kirchhof erstmals schriftlich erwähnt. Er sammelte Legenden und Schwänke für sein Buch „Wende-Unmuth“. Die Geschichte ist mehrfach nacherzählt und veröffentlicht worden, unter anderem auch in der Märchensammlung der Gebrüder Grimm.

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