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Personalmangel auch am Peiner Klinikum: Betriebsrat fordert einheitliche Standards

Peine Personalmangel auch am Peiner Klinikum: Betriebsrat fordert einheitliche Standards

Peine. Mehr Personal und bundesweite, gesetzliche Standards an Krankenhäusern forderten gestern Arbeitnehmervertreter der 19 Krankenhäuser in der Region - auch in Peine sei die Situation prekär. Zum akuten Handlungsbedarf bezieht Axel Burgdorf, Betriebsratsvorsitzender im Klinikum Peine, Stellung.

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Fordern „Schluss mit der chronischen Unterfinanzierung“: Axel Burgdorf (rechts) mit Verdi-Sekretär Jens Havemann.

Quelle: oh

Krankenhäuser kämpfen derzeit für eine bessere Finanzierung (PAZ berichtete). Das unterstützen die hiesigen Arbeitnehmervertreter. Gleichzeitig stellen sie klar, dass mit zusätzlichem Geld unbedingt Personal aufgestockt werden muss. Alarmierend sei die Situation auch in Peine: Dort seien beispielsweise im Pflegedienst binnen der vergangenen zwölf Jahre die Vollzeit-Stellen von 250 auf 184 reduziert worden - jedoch „bei ständiger Leistungssteigerung“, so Burgdorf.

Die wachsenden Arbeitsanforderungen gepaart mit dem stetigen Personalabbau hätten drastische Auswirkungen: Das chronisch überlastete Personal könne sich nicht mehr angemessen um die Patienten kümmern. Das Risiko einer falschen Medikation steige, für eine emotionale Betreuung der Patienten bleibe kaum mehr Zeit. Daher wachse die Frustration der Arbeitnehmer, es komme häufig zu psychischen Langzeiterkrankungen - neben körperlichen Anzeichen wie Übermüdung und Stresssymptomen. Dies habe weiteren Personalausfall zur Folge. „Die Krankenstände liegen in Peine weit über dem Bundesdurchschnitt“, sagt Burgdorf. Das System sei einfach in dieser Hinsicht nicht gut.

Deswegen fordern die Arbeitnehmervertreter unter anderem eine gesetzlich festgelegte Personalmessung in Krankenhäusern. Diese solle sich nach der Patientenzahl und nach dem individuellen Betreuungsaufwand richten. Bezüglich der besseren Vergütung habe sich zwar der sogenannte Landesbasisfallwert dieses Jahr um 70 Euro pro Patient gehoben. Dieser Wert ist der Betrag, den die Krankenkassen den Kliniken zahlen und den jedes Bundesland separat verhandelt. Jedoch liege die Summe immer noch 44 Euro unter dem Bundesdurchschnitt.

ck

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