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Peinerin chauffierte Drogendealer

Peine im Gericht Peinerin chauffierte Drogendealer

Auch, wer mit seinem Auto Drogendealer zum „Einkaufen“ nur kutschiert, macht sich strafbar. Das hat jetzt eine 53 Jahre alte Frührentnerin aus Peine zu spüren bekommen.

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Verhandlung vor dem Amtsgericht: Eine Peinerin hatte einen Drogendealer chauffiert.

Quelle: A

Wegen Beihilfe zum unerlaubten Handel mit Betäubungsmitteln wurde sie vom Strafrichter im Peiner Amtsgericht jetzt zu einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu je 20 Euro verurteilt, also 1400 Euro Gesamtstrafe.

36 Taten warf die Anklage der Peinerin vor. So oft soll sie zwischen Oktober und Dezember 2012 drei Peiner Dealer mit ihrem Kleinwagen in einen Ort im Raum Celle gefahren haben, wo sich das Trio mit neuen Drogen - hauptsächlich Cannabis - eindeckte, um diesen in Peine und Umgebung gewinnbringend zu verkaufen.

Nach vollzogenem Einkauf von erst 25, später 50 Gramm Cannabis pro Fahrt, brachte sie die drei auch wieder zurück nach Peine. Nur Spritgeld will sie für die Fahrten erhalten haben. „Und ab und zu mal ein Gramm geschenkt für den Hausgebrauch“, sagte sie vor Gericht aus. Und nur zwei Mal pro Woche will sie die Peiner dort hingefahren haben, woraus sich für die Staatsanwaltschaft 20 Straftaten ergaben.

Als „reinen Freundschaftsdienst“ habe sie völlig ahnungslos diese Fahrten zunächst aufgefasst, aber ziemlich bald sei ihr der Zweck dieser Touren aufgegangen. „Man riecht das ja auch“, sagte sie.

Die Staatsanwältin hatte Mühe, nachzuvollziehen, warum sie dann immer noch diese Fahrten tätigte, denn spätestens da hätte ihr doch klar sein müssen, dass die drei Männer gegen das Gesetz verstießen und auch sie sich strafbar machte. Dies konnte die bislang völlig unbescholtene Frau nun auch nicht mehr erklären. Sie ist nur eine Randfigur in einer ganzen Reihe von Drogenprozessen am Amtsgericht, zu dem unter anderem auch ihre drei gesondert verfolgten Passagiere gehören.

Da die Angeklagte nur eine sehr kleine Rente erhält, besteht die Möglichkeit, dass die Geldstrafe in soziale Arbeitsstunden umgewandelt wird. Auch wer wie sie gesundheitlich eingeschränkt sei, könne diese Sozialstunden in dem ihm zumutbaren Rahmen ableisten, wie der Richter versicherte.

hui

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