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Peinerin bekommt keinen Impftermin

Schweinegrippe Peinerin bekommt keinen Impftermin

Marianne Deppner versteht die Welt nicht mehr: Zuerst wird Panik wegen der Schweinegrippe und einer drohenden Pandemie gemacht, und nun bekommt sie keinen Termin bei Peiner Ärzten, um sich gegen die neue Grippe impfen zu lassen.

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Marianne und Willi Deppner planen schon für ihren Mexiko-Urlaub. Doch vorher will sich die Woltorferin gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Sie bekommt aber keinen Termin.

Quelle: Isabell Massel

Kreis Peine. „Ich bin bei meiner Hausärztin gewesen und habe auch bei verschiedenen anderen Medizinern nachgefragt“, erzählt die Woltorferin. Sie hatte gehofft, dass sie über die PAZ Gleichgesinnte findet, damit sie zehn Impfwillige zusammenbekommt. Das ist nämlich das Problem.

Der Impfstoff wird nur in Dosen zu zehn Stück geliefert. Wenn sich nicht genügend Patienten melden, müssen die Ärzte den Rest wegschütten – und das sei unwirtschaftlich. So lautete die Auskunft, die Deppner aus den Praxen bekam.

„Bei manchen Ärzten war ich Nummer fünf auf der Warteliste, bei anderen hatte ich sogar die Nummer acht“, sagt sie. Andreas Altrock, Vorsitzender des Peiner Ärztevereins, empfiehlt im Sinne der Patienten, dass sich die Ärzte in ihren Vertreter-Ringen absprechen, damit die Bürger geimpft werden können. Er hat selbst gleich nachgeschaut, aber in seiner Praxis in Edemissen gibt es zurzeit keine Warteliste.

Das Peiner Gesundheitsamt verweist auf die Ärzte. „Die Kassenärztliche Vereinigung hat die Impfung gegen die Pandemie übernommen“, sagt Landkreis-Sprecher Henrik Kühn. Dr. Uwe Gremmler, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung in Peine, bestätigt das. Allerdings hat Deppner die Impfung dringend gemacht, weil sie einen Urlaub in Mexiko plant. Dort waren die ersten Todesfälle bekannt geworden. Gremmler sagt: „Wir haben die Pandemie-Schutzimpfung übernommen. Es ist etwas anderes, wenn jemand nach einer Impfung wegen einer Urlaubsreise fragt.“

Allerdings hat Deppner ein Anrecht auf den Schutz vor der Pandemie, erklärt Gremmler, verweist aber gleichzeitig auf die Wirtschaftlichkeit. Es sollten immer mehrere Menschen auf einen Schlag geimpft werden. Auf der anderen Seite müsse der Impfstoff nach der aktuellen Grippe-Saison sowieso entsorgt werden, sagt er. Da mache es zu diesem Zeitpunkt nichts mehr aus, wenn einige Dosen nicht mehr verbraucht werden.

Thorsten Pifan

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