Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Peinerin (86) misshandelt und ausgeraubt: War Geld des toten Sohnes das Tatmotiv?

Peine/Hildesheim Peinerin (86) misshandelt und ausgeraubt: War Geld des toten Sohnes das Tatmotiv?

Peine/Hildesheim. Nach dem Überfall dreier Männer auf eine heute 86-jährige Peinerin, die in ihrer Wohnung schwer misshandelt, ausgeraubt und schließlich gefesselt und geknebelt zurückgelassen worden war (PAZ berichtete), ging gestern der Prozess gegen den Angeklagten aus Salzgitter weiter. Er möchte die Namen seiner beiden beteiligten Bekannten nicht nennen und muss sich daher allein für die Tat verantworten.

Voriger Artikel
Burgschule: Sanierung der gesperrten Räume für 310 000 Euro
Nächster Artikel
Heftiger Streit um Fusion: SPD fordert Entschuldigung von der CDU

Ort der Verhandlung: Das Landgericht in Hildesheim.

Quelle: A

Das Landeskriminalamt hat DNA-Spuren des 23-Jährigen auf mehreren Gegenständen gefunden. Das berichtete der Sachverständige Dr. Alexander Pairan am zweiten Verhandlungstag vor dem Landgericht Hildesheim.

Die Spuren befanden sich an Klebeband und Kabelbinder, die zum Knebeln und Fesseln der Frau benutzt worden waren, sowie an dem T-Shirt des Opfers. Dass Spuren in dieser Menge durch bloßes Halten der Gegenstände oder gar indirekt durch Dritte entstanden sein könnten, sei sehr unwahrscheinlich, erklärte Pairan auf Nachfrage des Verteidigers Dirk Schoenian. Der hatte zu Beginn der Verhandlung erklärt, sein Mandant habe Kabelbinder und Klebeband in den Händen gehalten, sich dann aber doch gegen eine Tatbeteiligung entschieden.

Rechtsmediziner Dr. Armin Fieguth berichtete von zahlreichen Blutergüssen und Hautabschürfungen beim Opfer. Für ein Würgen bis zur Bewusstlosigkeit habe er keine äußeren Anzeichen gefunden, es sei aber dennoch nicht auszuschließen. Das Opfer hatte ausgesagt, mehrmals kurzzeitig das Bewusstsein verloren zu haben.

Das Gericht ging außerdem Gerüchten nach, die Räuber hätten es möglicherweise auf Geld abgesehen gehabt, das der verstorbene Sohn des Opfers hinterlassen haben könnte. Er war 2009 bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Die 86-Jährige hatte nach dem Überfall erklärt, einen der Täter bei der Beerdigung ihres Sohnes gesehen zu haben.

Zeugen berichteten, es habe schon bei dieser Beerdigung Gerede gegeben: Durch illegale Baugeschäfte habe der Sohn viel Geld verdient, das seine Mutter für ihn verwahrt habe. Es hieß sogar, er habe am Tag seines Todes eine große Summe Bargeld in einer Tasche dabeigehabt.

Die Polizei hatte wegen des Überfalls gegen einen Mann aus Salzgitter ermittelt, der sich für diese Gerüchte interessiert haben soll. Dieser Bekannte wiederum ist befreundet mit dem Angeklagten. Da er sich aber möglicherweise selbst hätte belasten können, musste er Fragen zur Sache vor Gericht nicht beantworten.

Die Gespräche über das Geld seien nur „Tratsch“ gewesen, meinte einer der Zeugen. Ein anderer betonte, der Sohn habe seiner Familie nur Schulden hinterlassen.

bar

  • Das Hildesheimer Landesgericht hat nun zwei weitere Verhandlungstermine angesetzt für den 3. und 5. Februar.
Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung