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Peiner trägt einen dritten Dan Schwarzgurt

Peine Peiner trägt einen dritten Dan Schwarzgurt

Peine. Würde der 54-jährige Siegfried Colberg von einem bewaffneten Dieb angegriffen werden, könnte er ihn schnell entwaffnen und in Schach halten - zumindest hat er in vielen Jahren zahlreiche Techniken erlernt, um in der Theorie schnell reagieren zu können.

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Trägt drei Striche an seinem schwarzen Gurt: Der Peiner Siegfried Colberg ist begeisterter Ju-Jutsuka.

Quelle: mgb

In der Praxis trainiert der Peiner jedoch in einer Sporthalle, einer Konfrontation auf offener Straße will er in jedem Fall aus dem Weg gehen.

Ju-Jutsu heißt die Sportart, beziehungsweise moderne Selbstverteidigungstechnik, der sich Colberg vor 15 Jahren verschrieben hat. „Seit diesem Tag habe ich auch einen Kampf-Pass, der mittlerweile schon randvoll ist“, sagt der Peiner vergnügt und zeigt auf zahlreiche lose Zettel mit Stempeln und Unterschriften, die in seinem Heftchen eingeklemmt sind. Um diesen Pass aber überhaupt füllen zu können, musste Colberg zahlreiche Schläge, Tritte, Würfe, Hebel, Würge- und Nervendrucktechniken verinnerlichen und in fehlerfreier Ausführung beherrschen.

Inzwischen ist der Ju-Jutsuka Träger des dritten Dan Schwarzgurtes. Und wer hätte das gedacht? Der Schwarze Gurt ist beim Ju-Jutsu nicht der letzte Rang für passionierte Kampfsportler. „Großmeister werde ich erst, wenn ich den fünften Dan erreicht habe - also anstatt drei, fünf gelbe Striche auf meinem schwarzen Gürtel habe“, erklärt Colberg. Allerdings kann er das frühstens im Jahr 2021 erreichen, da nach jeder Schwarzgurt-Prüfung einige Jahre verstreichen müssen, um sich für den nächsthöheren Rang zu qualifizieren. „In der Zwischenzeit hat man dann ganz viel Zeit für das Training“, sagt Colberg mit einem Augenzwinkern.

Und das Trainingsprogramm hat es in sich. Ob harte Fitness-Einheiten mit Medizinbällen, effektive Eigengewicht-Übungen, wie Liegestütze oder kurze Sprints für die Konditionssteigerung: Das ist nur der Einstieg für das darauffolgende Selbstverteidigungstraining, bei dem Schnelligkeit und Technik gefragt ist. „Es gibt verschiedene Methoden, um einen Kampf mit seinem Gegner schnell zu beenden.“

Um sich stetig zu verbessern, ist der Hobby-Sportler im durchschnitt drei Mal die Woche für je 1,5 Stunden beim Ju-Jutsu-Training. Hinzu kommen noch etliche Laufeinheiten und jede Menge Kraftsport. „Nur aus einer starken Mitte kann die Kraft auch kommen“, sagt er.

Mittlerweile ist Colberg Trainer, Prüfer und Vorsitzender in einem Peiner Verein. „Im Grunde mache ich das aber nur, weil ich so viel Spaß an der Sache habe“, betont der Kampfsportler, der die Kameradschaft in seinem Verein sehr zu schätzen weiß. „Unser letzter Ausflug führte uns zum Beispiel an den Bernsteinsee, wo wir am Strand mit Stöckern mehrere Stunden Ju-Jutsu trainiert haben“, schwärmt er.

Auch Colbergs Sohn ist begeisterter Ju-Jutsuka. „Damals haben wir gemeinsam mit dem Sport angefangen, weshalb wir heute den gleichen Gurt tragen“, erklärt der 54-Jährige voller Stolz. Und vielleicht machen sie die nächste Schwarzgurt-Prüfung auch wieder gemeinsam.

mgb

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