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Peiner sorgen sich ums Trinkwasser

Peine Peiner sorgen sich ums Trinkwasser

Vöhrum. Ist unser Leitungswasser gesund? Viele Peiner machen sich Sorgen um Schadstoffe im Trinkwasser. Der selbst ernannte Wasser-Experte Karl-Heinz Assig hatte deshalb zum Info-Abend nach Vöhrum eingeladen.

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Trinkt kein Leitungswasser mehr: Karl-Heinz Assig (61) bei der Diskussionsveranstaltung in Vöhrum.

Quelle: sur

Wasser aus dem Hahn meidet Assig seit Jahren: „Ich trinke diese Plörre nicht mehr.“ Seit vier Jahren beschäftigt er sich mit dem Thema Wasser, hat sich einen Osmose-Filter gekauft, der das Wasser reinigt - und behauptet, davon seien die Kalkablagerungen in seinen Herzkranzgefäßen verschwunden.

„Ich habe Ärzte gefragt, und die haben mir erklärt, dass man Wasser zur Blutverdünnung braucht - das spült Gifte aus dem Körper“, sagt er. Im Wasser aus der Leitung ist Assigs Meinung nach aber zu viel Dreck, um richtig „spülen“ zu können: „Wir haben mittlerweile 2000 Stoffe im Wasser“, sagt er, darunter die Anti-Baby-Pille vom Nachbarn, der Dünger vom Feld - in Form von Nitrat - oder schlicht Kalk.

Zum Beweis für seine Theorie bezieht sich Assig auf den elektrischen Leitwert. „Reines Wasser leitet keinen elektrischen Strom“, sagt er. „Das tun nur die leitfähigen Fremdstoffe, die im Wasser enthalten sind.“ Wie rein Wasser ist, ließe sich deshalb über die Leitfähigkeit bestimmen.

Der Wasserverband war bei der Diskussions-Veranstaltung zwar nicht anwesend - Dierk Langer, Betriebsleiter für Trinkwasser in Peine, widersprach Assigs Darstellung jedoch auf PAZ-Nachfrage. „Die Leitfähigkeit sagt nichts über die Wasserqualität aus oder über eine Belastung des Wassers, das ist fachlich völlig falsch“, sagte Langer. Richtig sei: Je leitfähiger Wasser ist, desto mehr Salze sind darin gelöst - aber ob es sich um natürliche Mineralstoffe handelt wie Magnesium, Natrium oder Kalzium oder ob das Wasser mit Blei oder Nitrat belastet sei, darüber sage der Wert nichts aus.

Auch sei der Grenzwert für den elektrischen Leitwert - anders als Assig behauptet - nicht seit 1980 ums zehnfache gestiegen. Vor 30 Jahren habe die Trinkwasserverordnung noch überhaupt keinen Grenzwert für die Leitfähigkeit enthalten, sagte Langer.

Harri Kröcher aus Wendeburg ist trotzdem überzeugt davon, dass die Qualität beim Wasser schlechter geworden ist: „Die Landwirtschaft verseucht unser Trinkwasser“, sagte er bei der Veranstaltung in Vöhrum. „Im Wasser sind zu viele Giftstoffe und Chemie“ - etwa Nitrat, das in Dünger und Gülle vorkommt. Allerdings ist der Grenzwert für Nitrat in der Trinkwasserverordnung seit Jahrzehnten gleich, und vergleicht man alte Analysen des Wasserverbands mit aktuellen Zahlen, scheint der Nitrat-Gehalt nicht gestiegen zu sein.

sur

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