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Peiner setzten Zeichen gegen Fremdenhass

Kundgebung Peiner setzten Zeichen gegen Fremdenhass

Peine. Im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ veranstalteten die drei Peiner Moschee-Gemeinden am Sonnabend eine Kundgebung vor der City-Galerie. Diese zog viele Anhänger an, unter ihnen auch die Bürgermeisterkandidaten.

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„Internationale Woche gegen Rassismus“: Viele Peiner nahmen an der Kundgebung vor der City-Galerie teil.

Quelle: bol

Leider war Bürgermeister Michael Kessler (SPD) erkrankt. Er ließ seine Worte aber durch Adem Tatli, Vorsitzender der Moschee-Gemeinden, verlesen.­ „Bei zwei Millionen Flüchtlingen, die gerade einmal 2,5 Prozent unserer Bevölkerung ausmachen, kann man nicht von einer Überfremdung reden“, hieß es, und weiter: „Ich setze auf den Zusammenhalt der Peiner Bevölkerung. Man muss nicht extrem wählen, um die Verwaltung aufzuwecken.“

Ähnliche Worte fand auch Ratsherr Jürgen Eggers (Linke): „Frieden muss von allen Seiten gewollt sein. Er ist schwerer als Krieg, weil im Frieden muss man respektieren.“ Dann betrat Dr. Rainer Döring (FDP) die Bühne. „Wir brauchen in der Stadt alles mögliche Neue, aber keinen Rassismus“, so der Kern seiner Ausführungen.

Deutliche Worte fand Adem Tatli in seiner eigenen Rede. „Es ist wichtig, dass unsere Stimme stärker ist als die gegen Fremdenhass. Vernunft, Freundschaft und Gemeinschaft, in der jeder seinen Platz findet, das ist die Stimme die in Peine zu hören sein muss“, sagte er und weiter: „Es ist schlimm genug, dass Flüchtlingsheime in Brand gesetzt werden. Aber es ist schmerzlicher zu sehen, dass es Menschen gibt, die das bejubeln. Die Welt ist doch groß genug für alle, und es wird uns nicht schlechter gehen, wenn wir von unserem Reichtum etwas abgeben müssen.“

Mit der Kundgebung sollte ein Zeichen gegen jede Form der Ausgrenzung und Anfeindung gesetzt werden. Umso wichtiger war es den Veranstaltern als starke Einheit aufzutreten und die Stimme laut gegen Rassismus und Hass zu erheben. Als Zeichen gegen den Rassismus hatte man eine Papierwand aufgestellt, auf der alle Teilnehmer unterschrieben. Sie soll später für den guten Zweck versteigert werden, gab Türkes Tosun, Sprecher der Takva Moschee, an.

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