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Peiner muss sich wegen mehrerer Straftaten verantworten

Peine Peiner muss sich wegen mehrerer Straftaten verantworten

Ein Peiner (40) steht wegen verschiedener Delikte vor dem Peiner Schöffengericht. Ihm wird unter anderem Versicherungsbetrug, Vortäuschen einer Straftat, falsche Verdächtigungen und Diebstahl vorgeworfen (PAZ berichtete). Jetzt hat man den Prozess fortgesetzt.

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Amtsgericht Peine

Quelle: A

Im Oktober 2013 wurde die Polizei aufgrund einer SMS mit Suizid-Absichten des Angeklagten zu einem Haus in Oberg gerufen. Hier konnten sie den Mann aber nicht auffinden. Eine Handy-Ortung ergab, dass dieses sich zumindest der Nähe des Hauses befinden muss. Es kam zu einem erneuten Besuch mit anschließender Türöffnung durch einen Schlüsseldienst.

Der Angeklagte wurde gefesselt und geknebelt im Haus gefunden und gab an, in der Nacht zuvor von zwei bis drei Maskierten überfallen, gefesselt und in den Schrank gesperrt worden zu sein. Die Aussage des Angeklagten wurde jedoch aus mehreren Gründen angezweifelt, beispielsweise weil es keine Einbruchsspuren gab und auch die Art der Fesselung durchaus selbst vorgenommen worden könnte, Der Angeklagte sei damals auch weder aufgebracht, noch nervös oder angeschlagen gewesen, erklärte einer der Zeugen.

Weiter ging es in einem anderen Anklagepunkt. Hier ereignete sich die Tat im September 2013. Der Angeklagte soll nach seiner Aussage mit einem vorgehaltenen Messer von seiner Ex-Frau gezwungen worden sein, einen Abschiedsbrief zu verfassen und anschließend 100 Epilepsie-Tabletten zu schlucken. Er habe es danach noch bis zur Hofeinfahrt geschafft und wurde dort von Passanten gefunden, die den Rettungsdienst alarmierten. Der damals ermittelnde Beamte sagte vor Gericht aus, dass einen Tag nach diesem Ereignis eine E-Mail vom Angeklagten angekommen sei, in der er angab „Ich habe alles nur geträumt, aber das war so real. Ich nehme die Anzeige gegen meine Ex-Frau zurück.“ Zudem sei der Angeklagte bei der Vernehmung sehr ruhig und eher teilnahmslos gewesen. Das passe jedoch nicht zu so einem Erlebnis, sagten mehrere Zeugen - auch in den anderen Anklagepunkten - übereinstimmend aus.

Die dritte Straftat, die an diesem Tag verhandelt wurde, drehte sich um eine angebohrte Gasleitung. Am 5. November 3013 alarmierte der Angeklagte die Polizei und Feuerwehr, dass ein starker Gasgeruch in seinem Haus in Oberg wahrzunehmen sei. Dies bestätigte sich durch die Ortsfeuerwehr, die den Tatort sicherte, der anschließend von Spezialisten des Gasversorgers sowie Ermittlungsbeamten untersucht wurde. Dabei wies der Angeklagte den Beamten immer wieder darauf hin, dass ein Fax eingegangen sei. Der Beamte ging davon aus, dass es sich um Privatpost handelt und schenkte dem Fax wenig Aufmerksamkeit. Der Angeklagte wies massiver auf das Fax hin, sodass der Beamte es schließlich nahm, las und einsteckte. „Ich habe dem Angeklagten nicht gesagt was in dem Fax stand. Das war so ein Bauchgefühl. Er schien aber sehr beruhigt zu sein, das ich es endlich habe“, sagte er vor Gericht. Bei dem Fax handelte es sich um ein angebliches Drohfax seiner Ex-Frau, bei dem allerdings der typische Faxstempel mit Datum, Uhrzeit und Absender fehlt.

Drei weitere Verhandlungstage sind angesetzt. Am 11. November wird die Beweisaufnahme fortgeführt.

bol

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