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Peiner informierten sich über Landwirtschaft in China

Peine Peiner informierten sich über Landwirtschaft in China

Peine. „Wenn der schlafende Drachen erwacht, erzittert die Welt“, sagte schon Napoleon mit Blick auf das Reich der Mitte. Doch was bei Industrie und Technik längst eingetreten ist, gilt für die Landwirtschaft noch lange nicht. „Hier liegt China im Vergleich mit uns 30 Jahre zurück“, erklärte Horst Bunge gestern vor 40 Zuhörern bei der Mitgliederversammlung der Landberatung Peine im Schützenhaus.

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Versammlung im Schützenhaus (v.l.): Referent Horst Bunge, Vorstand Joachim Sehle und die Berater Clemens Engelke, Henning Bartels und Andreas Wagner.

Quelle: jti

Seit April 2009 ist der 64-jährige Sehnder jedes Jahr sieben Monate auf der deutsch-chinesischen Demonstrationsfarm Ganhe in der Inneren Mongolei, um dort „Landwirtschaft in Gummistiefeln´“ zu betreiben. Dort werden auf 1000 Hektar Sojabohnen, Bohnen, Sommerweizen, Kartoffeln und Körnermais angebaut. In dem Projekt sollen deutsche Landtechnik und modernes Management Führungskräften aus Wissenschaft, Verwaltung und Produktionsbetrieben vorgestellt werden. „Ein Riesenproblem ist, dass es in China keine Ausbildung in der Landwirtschaft gibt“, schilderte Bunge. Mittlerweile habe sich aber die Erkenntnis durchgesetzt, dass gut ausgebildete Bauer die Zukunft Chinas seien.

Auf der Demonstrationsfarm zeigt Bunge wie die Produktivität auf der Fläche und die Produktqualität erhöht werden und wie Umweltbelastungen verringert werden. Die Farm soll Vorlage für weitere Unternehmen sein. Die deutsche Seite kann „die Dynamik der chinesischen Wirtschaft für Exporte nutzen und den Markt für deutsche landtechnik öffnen“.

Anschaulich beschrieb der 64-Jährige auch Widrigkeiten wie schlechte Bodenbeschaffenheit, Klima, kulturelle und mentale Barrieren und die Allmacht des Politbüros. „China ist ein riesiges Land mit riesigen Widersprüchen“, sagte Bunge, der sich dort aber offensichtlich gut zurechtfindet und durchsetzt: „Verbeugen ja, verbiegen nein“, lautet sein Motto.

Die Landberatung Peine hat zurzeit 236 Mitgliedsbetriebe, die über eine Fläche von 24 979 Hektar verfügen, erläuterte Berater Henning Bartels. 2013 hätten die hiesigen Landwirte auskömmliche Ergebnisse erzielt. In seinem Ausblick verwies Bartels auf schärfere Regeln für den Auftrag von organischen Düngemitteln, die kommen werden.

Vorstands-Vorsitzender der Landberatung ist Joachim Sehle aus Vallstedt. Als weitere Vorstandsmitglieder wurde gestern Jens Growe aus Köchingen und Dirk Hansen aus Edemissen in ihren Ämtern bestätigt.

jti

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