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Peiner gedenken jüdischen Opfern in der NS-Zeit

Kranzniederlegung Peiner gedenken jüdischen Opfern in der NS-Zeit

Zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht am 9. November 1938 unter der Nazi-Diktatur legten gestern Vertreter der Stadt Peine, der Politik und der Kirchen Kränze am jüdischen Mahnmal an der Hans-Marburger-Straße nieder.

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Bürgermeister Klaus Saemann (r.) und Erster Stadtrat Hans-Jürgen Tarrey legten einen Kranz am Mahnmal für jüdische Opfer nieder.

Quelle: Thorsten Pifan

Peine. Dort stand einst die Peiner Synagoge. In seiner Ansprache erinnerte Peines Bürgermeister Klaus Saemann (SPD) an die Progromnacht: „Bei uns in Peine zerstörte man die Synagoge, die erst 1907 eingeweiht wurde, erst im Inneren und dann brannten die Nationalsozialisten die Synagoge, die genau an dieser Stelle an der wir uns heute versammelt haben gestanden hat, nieder.“ Zuvor sei der damals erst 17-jährige Hans Marburger in dieser Synagoge erschossen worden.

Saemann zog Parallelen zu heute: „Wenn ich aber immer wieder Bilder von Bränden in Flüchtlingsunterkünften oder von Übergriffen auf Asylbewerber in den Nachrichten sehe, wenn ich erlebe, wie Fremdenfeindlichkeit öffentlich gezeigt wird, dann frage ich mich: ,Haben wir nichts aus unserer Geschichte gelernt?‘“ Er fordert grundlegende gemeinsame Initiativen gegen Rechtsextremismus, um „möglichst vielen Leuten begreiflich zu machen, dass es Menschen sind, gegen die sich ihr Hass richtet“.

Als Vertreter der jüdischen Gemeinde in Braunschweig waren die Vorsitzende Renate Wagner-Redding und ihr Vertreter Georgij Krugljakov zur Gedenkstunde nach Peine gekommen.

Wagner-Redding rief dazu auf, ein gemeinsames Verständnis der Gesellschaft, in der wir leben zu entwickeln. Nur so könnten in Deutschland die Herausforderungen bewältigt werden, die durch die vielen Flüchtlinge auf das Land zukommen. Krugljakov betete zum Abschluss der Gedenkveranstaltung in hebräischer Sprache.

Von Thorsten Pifan

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