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Peiner gedenken der Terror-Opfer

Nach Anschlag in London: Peiner gedenken der Terror-Opfer

Zum Terroranschlag von London nehmen bekannte Peiner und gebürtige Briten, die jetzt in der Fuhsestadt leben, Stellung. Bei dem Anschlag sind nach jüngsten Angaben der Polizei mindestens vier Menschen getötet worden, unter ihnen der Täter. Rund 40 Menschen wurden verletzt.

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Nach dem Terroranschlag: Forensiker der Polizei arbeiteten gestern in der Nähe des britischen Parlaments in London und werteten Spuren aus.

Quelle: dpa

Peine. Der Attentäter war am Mittwoch-Nachmittag zunächst auf der Westminster-Brücke neben dem Parlament mit einem Auto in die Passanten gerast, später krachte der Wagen in den Zaun des Parlaments. Anschließend griff der Mann auf dem Parlamentsgelände einen Polizisten (48) mit einem Messer an, der später an seinen Verletzungen starb. Der Angreifer wurde von anderen Polizisten niedergeschossen.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Hubertus Heil sagt: „Der abscheuliche Anschlag in London macht mich einmal mehr fassungslos. Es ist schrecklich, dass es in europäischen Großstädten immer wieder zu Bluttaten kommt, bei denen völlig unschuldige Menschen auf brutale Weise aus dem Leben gerissen oder schwer verwundet werden. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Getöteten und allen zum Teil schwer Verletzten. Ich hoffe, die Verletzten und die Hinterbliebenen finden die Unterstützung, die sie brauchen, um mit den zum Teil langfristigen Nachwirkungen zu leben - auch von Seiten der britischen Regierung.“ Nun bleibe abzuwarten, was die Arbeit der Ermittlungsbehörden ergebe. „Wir sind solidarisch mit der Londoner Bevölkerung“, so Heil.

Seine Kollegin Ingrid Pahlmann (CDU) ergänzt: „Wieder haben uns schlimme Bilder erreicht, diesmal aus London. Wieder war es ein vom internationalen Terrorismus inspirierter Angriff. Es ist die erklärte Absicht, mit hinterhältigen Anschlägen Keile in die Mitte unserer freiheitlichen Gesellschaften in Europa zu treiben. Wir dürfen trotz unserer Fassungslosigkeit gegenüber dieser menschenverachtenden Angriffe aber nicht müde werden, unsere Freiheit und Sicherheit mit Haltung weiter zu verteidigen. Jetzt gilt es aber zunächst, an der Seite unserer britischen Freunde zu stehen und vor allem mit unseren Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen zu sein!“

Wie die Terroranschläge der jüngeren Vergangenheit zeige auch diese schreckliche und unfassbare Tat laut Landrat Franz Einhaus „erneut, zu welcher Brutalität und Skrupellosigkeit vermutlich vom IS verblendete Menschen in der Lage sind“. Töten mit politischer Zielsetzung sei immer verwerflich - in besonderer Weise gelte das jedoch dann, wenn sich Anschläge gegen völlig unbeteiligte Menschen richten. „Wir sehen uns dabei einer globalen Herausforderung gegenübergestellt. Bei deren Bewältigung darf es keinesfalls vernachlässigt werden, Wurzeln und Ursachen des Terrorismus zu bekämpfen. Nur so können wir der Geißel des Terrorismus den Lebensnerv zu entziehen“, so Einhaus.

Peines Bürgermeister Klaus Saemann (SPD): „Traurig und mit Gedanken an die Angehörigen und Freunde der Opfer kann ich mich der Aussage von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel nur anschließen: Es ist wahrscheinlich kein Zufall, dass dieses Attentat unter anderem in der Nähe des britischen Parlaments ausgeführt wurde.Ich wünsche mir eine schnelle Aufklärung, damit von den Regierungen unserer Welt weiter daran gearbeitet werden kann, gezielt gegen jede Form von Terrorismus vorgehen zu können.“

Der Tätowierer Mike Ford (57) aus Peine ist empört: „So etwas widert mich einfach nur an.“ Für den gebürtigen Engländer sind terroristische Anschläge in seiner Heimat nichts Neues. „Ich erinnere mich an einen Anschlag in Nordirland, als ich zehn Jahre alt war. So etwas gab es immer wieder, mittlerweile hat es aber einen neuen Namen“, sagt Ford. Und weiter: „Es wird immer solche Menschen geben, die der Freiheit und Demokratie schaden wollen.“ Er will sich von derartigen Anschlägen nicht beeindrucken lassen. „Wie es die englische Premierministerin schon gesagt hat: Wir werden unser Leben einfach weiterführen.“

Und Keith Stuart erklärt zum Anschlag in seinem Heimatland: „Das hat mich sehr schockiert, obwohl ich selber früher beim Militär tätig war. Daher weiß ich, dass es trotz der vielen Überwachungskameras auch in London keine absolute Sicherheit geben kann.“

tk/mgb

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