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Peiner demonstrieren für eine "bunte Stadt"

Peine Peiner demonstrieren für eine "bunte Stadt"

Peine. „Peiner Frühling - alles wird bunt“, sagen Katja Batty und Antje Schridde. Die Peinerinnen haben für Sonnabend, 31. März, eine Demonstration organisiert und fordern eine bunte Stadt, in der das Leben pulsiert.

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Wollen für eine bunte Stadt demonstrieren (v.l.): Katja Batty, Jason Ücker und Antje Schridde vor der Hertie-Brache.

Quelle: pif

„Wir wollen Peine nicht madig machen, sondern fordern, dass sich etwas ändert, damit Peine lebenswert bleibt“, sagt Antje Schridde. Zurzeit sehen Batty und Schridde das Stadtbild allerdings kritisch: „Peine baut ab“, sagen sie und ziehen ihre Bilanz: Es gebe immer weniger Gaststätten, dafür siedelten sich Friseure, Handyläden und Ein-Euro-Shops an.

Es fehle das gesunde Mittelmaß und da müsse die Stadtverwaltung steuernd eingreifen und den Trend nicht noch verstärken, indem sie Gebühren für Außenbewirtung in Gaststätten oder für die Marktbeschicker anhebt. Als diese Pläne der Stadt bekannt wurden (PAZ berichtete), war das der Punkt, der für die beiden das Fass zum Überlaufen brachte.

„Wir beobachten auch kritisch, dass es immer mehr Leerstände in der Stadt gibt“, sagte Batty. Da helfe es nicht, Plakate vor die leeren Geschäftsräume zu kleben, wie es der Bürgermeister in der vergangenen Woche in einer Aktion mit Peine Marketing getan hat. „Die Stadt muss auf die Immobilienbesitzer zugehen. Denn viele Mieten in der Innenstadt sind einfach zu hoch für Gewerbetreibende, die sich neu ansiedeln wollen“, sagte Batty. Das Argument der Stadt, sie habe keinen Einfluss auf die Eigentümer lässt sie nicht gelten. „Das ist mir zu wenig, es kommt mir vor, als ruhe sich die Stadt auf dem Argument aus“, sagte sie.

Ihr Ziel ist es, eine bunte Stadt zu erhalten, in der sich auch die nächste Generation wohl fühlt - und nicht die Flucht ergreife und woanders hinziehe, sagen sie.pif

Am Sonnabend, 31. März, soll daher demonstriert werden - für Peine. Treffpunkt ist um 9.45 Uhr auf dem Hagenmarkt. Von dort geht es über den Marktplatz durch die Fußgängerzone zur Hertie-Brache. Begleitet wird der Zug von einem bunten Programm. So sind zum Beispiel Geistertänzer dabei, die symbolisch verhindern sollen, dass Peine zur Geisterstadt wird.

Der Peiner Hotel- und Gaststättenverband Dehoga geht auf Distanz zu der geplanten Demonstration am Sonnabend. „Es gibt einen einstimmigen Vorstandsbeschluss“, sagte Vorstandssprecher Egon Hakelberg. Bei der Demo geht es unter anderem um die geplante Anhebung der Gebühren für die Außenbewirtschaftung von Gaststätten. „Wir stehen in engem Kontakt mit dem Bürgermeister und führen vielversprechende Gespräche, um die geplante Erhöhung in dieser Höhe abzuwenden“, sagte Hakelberg. Die Gespräche sollten mit einer Teilnahme der Dehoga an der Demo nicht untergraben werden. Privat könne selbstverständlich jeder Gastwirt an der Demo teilnehmen.

Peines Bürgermeister teilt die Befürchtungen der Demo-Organisatoren nicht: So geht er nicht davon aus, dass es immer weniger Gaststätten gibt. „Es wird eher die Befürchtung an mich herangetragen, dass das Gegenteil der Fall ist“, sagte Kessler. Bei den Gebühren für Biergärten sei die Stadt Peine in der Region zurzeit die preiswertes Stadt. Zudem habe Kessler die geplante Anhebung von 1,75 Euro auf sechs Euro pro Quadratmeter und Monat zurückgezogen. Die Zahl der Leerstände – mit Ausnahme des Sonderfalls Hertie – sieht Kessler ebenfalls nicht als kritisch an. Ein Einfluss auf die Immobilienbesitzer – oft Gesellschaften – sei nicht möglich.

pif

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