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Peiner Träger soll wieder in Gewinnzone

Peine Peiner Träger soll wieder in Gewinnzone

Peine/Salzgitter. Weil Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) bei seinem Besuch die Situation der Stahlfirma Peiner Träger (PTG) nach der Krise angesprochen hat (PAZ berichtete), nimmt jetzt auch der Stahlkonzern Salzgitter AG Stellung zu seiner Tochterfirma.

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Peiner Träger: Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD, Mitte) hatte im PAZ-Gespräch zur dortigen Situation nach der Krise Stellung genommen. Jetzt spricht auch der Konzern über Chancen und Risiken.

Quelle: A

Konzernsprecher Bernhard Kleinermann betont: „In den vergangen Monaten haben wir gezeigt, dass der von uns eingeleitete Maßnahmen-Mix der richtige Weg ist, um den Standort Peine überlebensfähig zu machen. Nach mehreren 100 Millionen Euro Verlust in den Jahren seit 2009 haben wir uns bei der PTG einer roten Null angenähert.“ Über eine Reduzierung der Produktionskapazität, die Veränderung des Produktprogramms und mit eisernem Sparwillen aber auch durch schwierige Entscheidungen, wie etwa Personalabbau, habe man das Blatt wenden können.

„Der Vorstandsvorsitzende der Salzgitter AG, Heinz Jörg Fuhrmann, hat auch in der tiefsten Krise immer betont, dass alles getan werde, um am Werk in der Fuhsestadt festhalten zu können. Dies erhielt einhellig Zustimmung durch die Politik“, so Kleinermann. Von 2007 bis 2010 seien immerhin rund 400 Millionen Euro in das Werk investiert worden. Dass die Euro- und Staatsschuldenkrise des Jahres 2009 so große Probleme für den europäischen Stahlträger-Markt erzeugen würde, sei für niemanden vorhersehbar gewesen. „Zum Beispiel wird in Spanien fast gar nicht mehr gebaut. Trotzdem stellen die Konkurrenz-Firmen in Südeuropa weiter Träger her. Das führt zur massiven Überproduktion und extrem schwachen Preisen.“

Deswegen müsse man jetzt Schritt für Schritt vorgehen. Das Ziel sei es, auch unter den gegebenen Umständen im Markt dauerhaft schwarze Zahlen zu schreiben. Der Konzernsprecher sagt: „Wir können uns den Problemen im Markt nur stellen. Das Peiner Werk ist auf die Herstellung von Stahlträgern spezialisiert, deshalb können wir auf unseren jetzigen Anlagen keine grundsätzlich anderen Stahlprodukte herstellen. Das ist technisch nicht machbar.“

Zur Zeit arbeitet der Konzern in Peine an der innovativen Bandgießtechnologie (BCT). Die dort installierte BCT-Anlage sei eine Weltneuheit, die perspektivisch die Produktion von extrem leichten Stahlsorten ermöglichen werde. Sowohl das Verfahren als auch die damit hergestellten Stahlwerkstoffe könnten Energieverbrauch und Emissionen reduzieren. Die Bandgießtechnologie ist deshalb für den Deutschen Zukunftspreis 2014 vorgeschlagen worden (siehe Info). Kleinermann schränkt jedoch ein: „Es handelt um eine Pilotanlage, und die innovativen Stahlsorten sind noch nicht marktreif. Das wird noch einige Zeit dauern.“

tk

INFO

„Für die Erstversorgung sind wir aber gut gerüstet“, sagt Professor Dr. Jürgen Sorge, Ärztlicher Direktor des Klinikums Peine.

Das Bundespräsidialamt hat drei Innovationsprojekte für den Deutschen Zukunftspreis 2014 nominiert. Dabei hat das Gemeinschaftsprojekt „Horizontales Dünnbandgießen von Stahl – neue Hochleistungswerkstoffe ressourcenschonend herstellen“ der Salzgitter Flachstahl GmbH, der SMS Siemag AG und der TU Clausthal den Einzug in die finale Entscheidungsrunde geschafft. Dabei geht es um besonders leichten Stahl, der bei Peiner Träger produziert wird.

Er kann beispielsweise beim Automobilbau eingesetzt werden.

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