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Peiner Träger: Standort vorerst gesichert

Peine Peiner Träger: Standort vorerst gesichert

Peine . Mit verkleinertem Vorstand, Stellenabbau und Kapazitätsanpassungen will der kriselnde Stahlkonzern Salzgitter AG wieder in die schwarzen Zahlen kommen. Der Aufsichtsrat gab dazu gestern den Startschuss. Die wichtigste Nachricht für die Tochtergesellschaft Peiner Träger (PTG): Das Werk Peine soll vorerst gesichert sein - das erklärte der stellvertretende Aufsichtsratschef und IG-Metall-Vorstand Hans-Jürgen Urban.

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Blick ins Stahlwerk: Hier bedient ein Mitarbeiter der Peiner Träger Gesellschaft eine Drehmaschine für Vertikalwalzen. Archiv/dpa (3)

Quelle: Sebastian Kahnert

Der Wegfall von rund 300 von insgesamt 1070 Stellen in Peine (PAZ berichtete) bis zum Jahresende steht hingegen fest.

Der Großteil der 300 Beschäftigten in Peine, die nicht in anderen Bereichen des Konzerns eingesetzt werden können, sollen in einer Transfergesellschaft aufgefangen werden. Diese soll über zwei Jahre laufen und hat laut PTG-Betriebsrats-Chef Udo Meyer das Ziel, die Betroffenen wieder in Arbeit zu bringen.

Angeboten werden aber auch Abfindungen: Beschäftigte, die bereit sind, sofort zu gehen, sollen zusätzlich dazu noch einen Zuschlag erhalten (PAZ berichtete). Weiter stehen Altersteilzeit- oder Vorruhestandsregelungen im Raum. Über Details des Jobabbaus wird nun in Peine verhandelt. Die Ungewissheit dürfte den Mitarbeitern damit bis zum kommenden Jahr zumindest teilweise erhalten bleiben.

Konzernsprecher Bernhard Kleinermann machte gestern im PAZ-Gespräch deutlich, dass in Peine „kein Geld mehr verbrannt“ werden dürfe. Nur dann sei der Standort sicher. Das Sparpaket müsse bei Peiner Träger so schnell wie möglich umgesetzt werden. Die PTG wieder aus der Verlustzone zu hieven, sei ohnehin nicht von heute auf morgen möglich, da auch Personalabbau Geld koste, sagte Kleinermann. Man hoffe deshalb zusätzlich auf eine Belebung des Marktes. Die „Konjunktur-Apostel“ sendeten derzeit glücklicherweise eher wieder positive Signale.

Ein wichtiger Punkt des Aufsichtsratsbeschlusses war für die PTG auch die Neugliederung der Konzernstruktur. So soll der Schrottverwerter Deumu innerbetrieblich näher an die PTG herangeführt werden, erläuterte Konzernsprecher Kleinermann. Dadurch soll eine reibungslosere Zusammenarbeit ermöglicht werden.

Um kurzfristig zu sparen, ist bereits die Produktionsmenge im Peiner Stahlwerk heruntergefahren worden. Möglich wären gut zwei Millionen Tonnen Stahl im Jahr, bei gleichzeitigem Betrieb der beiden Elektro-Lichtbogen-Ofen. Das derzeitige Jahresziel liegt gerademal bei der Hälfte. Bis zum Jahresende wird die PTG nach Angaben Kleinermanns nach derzeitigem Stand einen Verlust von bis zu 100 Millionen Euro ausweisen.

mic

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Peine

Peine. In der Konzernstruktur der Salzgitter AG wird es grundlegende Veränderungen geben. Das hat der Aufsichtsrat des Stahlherstellers gestern in seiner Sitzung beschlossen. Wie Rainer Thieme, Vorsitzender des Aufsichtsrates mitteilte, werde die neue Struktur - von der auch Peiner Träger betroffen ist - bereits zum 1. Januar in Kraft treten.

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