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Peiner Träger: Konzernsprecher relativiert Aussagen des Aufsichtsrates

Peine Peiner Träger: Konzernsprecher relativiert Aussagen des Aufsichtsrates

Peine. Die Belegschaft von Peiner Träger (PTG) kommt nicht zur Ruhe: Erst die Hiobsbotschaft, dass nach dem Rekordverlust von 62 Millionen Euro im vergangenen Jahr etwa 250 von 1100 Stellen abgebaut werden sollen, dann die Aussage vom Aufsichtsratsvorsitzenden des Mutterkonzerns Salzgitter AG, Rainer Thieme, dass der Standort Peine in seiner Existenz bedroht sei. Doch fest steht derzeit nur: Entschieden ist noch nichts. Betriebsrat, Geschäftsführung und IG Metall verhandeln noch über ein Personalkonzept.

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Verladehalle bei Peiner Träger: Bis zu 250 Jobs sollen am Standort abgebaut werden. Details über den Stellenabbau stehen noch nicht fest.

Quelle: A

Auf PAZ-Anfrage relativierte Konzernsprecher Bernhard Kleinermann gestern zudem die Aussagen des Aufsichtsrates: „Herr Thieme hat letztlich nichts neues gesagt. Im Grunde hat er nur deutlichere Worte für das, was unser Vorstand Heinz Jörg Fuhrmann bereits vor einigen Tagen gesagt hat, verwendet. Und da hieß es: Der Stellenabbau werde dort, wo die Verluste am höchsten seien, überproportional ausfallen. Gemeint war damit wohl Peine. Denn die PTG steht in der Halbjahresbilanz mit 230 Millionen Euro für den Löwenanteil des konzernweiten Verlusts über gut 300 Millionen Euro.

Der Vorsitzende des PTG-Betriebsrates, Udo Meyer, wollte die Aussagen Thiemes auf PAZ-Anfrage nicht im Detail kommentieren. Im Hinblick auf die laufenden Verhandlungen seien sie aber „nicht unbedingt hilfreich“ gewesen. Und die ohnehin schon verunsicherten Beschäftigten, müssten sich nun noch mehr Sorgen machen.

Konzernsprecher Kleinermann erklärte, dass vor der Sitzung des Konzern-Aufsichtsrates am 26. September keine Einzelheiten zum Sparprogramm zu erwarten seien. Erst wenn der Zukunftsvertrag „Salzgitter 2015“ endgültig vorliege, könnten Maßnahmen für Einzelgesellschaften wie die PTG festgelegt werden. Kostensenkungen und Personalabbau seien hier die entscheidenden Stichworte. Der Verzicht auf unprofitable Auslandsexporte, mit dem die Jahresproduktion auf etwa eine Million Tonnen Stahl gedrosselt wurde, sei nur der erste Schritt gewesen. Eine Vergleichbarkeit mit anderen Firmen, wie den Stahlwerken Thüringen sei nur eingeschränkt möglich, da diese nur eine Walzstraße besäßen und völlig anders strukturiert seien. Aufsichtsrat Thieme hatte erklärt, es gebe Betriebe, die etwa die gleiche Menge Stahl wie die PTG mit der halben Mannschaft produzierten.

Der Peiner SPD-Bundestagsabgeordnete Hubertus Heil sagte gestern: „Es ist Aufgabe der Unternehmensleitung, gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen und Lösungen zu finden. Der Stahlstandort Peine muss gesichert werden. Spekulationen über eine Werksschließung sind nicht hilfreich, weil sie die Menschen verunsichern und die Verhandlungen für gemeinsame Lösungen erschweren.“

mic

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