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Peiner Träger: Geschäftsführung will zunächst 183 Arbeitsplätze abbauen

Peine Peiner Träger: Geschäftsführung will zunächst 183 Arbeitsplätze abbauen

Die Lage beim finanziell angeschlagenen Peiner Stahlwerk Peiner Träger, das zum Salzgitter-AG-Konzern gehört, spitzt sich zu. Jetzt droht in Peine wegen der Stahlkrise Personalabbau im größeren Rahmen. Die Nachfrage nach den berühmten Stahlträgern ist weiter unzureichend. Aktuell sind laut Betriebsrat 183 Stellen gefährdet.

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Peiner Träger: Weil die Auftragslage im Stahlwerk schlecht ist, sollen Arbeitsplätze abgebaut werden.

Quelle: A

Laut PAZ-Informationen müssen langfristig wohl sogar sämtliche Mitarbeiter von Zeitarbeitsfirmen, die für Peiner Träger tätig sind (derzeit 174), gehen. Es soll aber auch auf lange Sicht gesehen weiteren Stellenabbau direkt bei Peiner Träger geben: Hier sind 1099 Personen angestellt. Dazu sagt Salzgitter-AG-Konzernsprecher Bernhard Kleinermann: „Ja, es ist richtig, dass wir wegen der schlechten Auftragslage bei Peiner Träger über Personalabbau in Teilschritten nachdenken. Das wird zuerst die zuarbeitenden Betriebe treffen. Es steht aber nicht fest, wann und wie viele Stellen gestrichen werden.“ Die Verhandlungen über dieses schwierige Thema würden jetzt in Salzgitter laufen. Der Peiner Betriebsrat will sich gegen den Job-Abbau wehren.

Klar ist: Es gibt massive Probleme beim Stahlwerk Peiner Träger. Wegen der geringen Nachfrage nach Stahlträgern hatte es bereits Kurzarbeit in der Fuhsestadt gegeben - die jetzt nur teilweise im Mai wieder aufgehoben wurde. Hintergrund ist der schleppende Absatz, im vergangenen Jahr fuhr der Standort Peine ein Minus von 62 Millionen Euro ein (Vorjahr: 52 Millionen). Das entspricht in etwa den gesamten jährlichen Personalkosten bei Peiner Träger. Das Problem ist laut Experten, dass es aufgrund der Wirtschaftskrise in den südeuropäischen Ländern ungenutzte Kapazitäten gibt und der Markt von dort mit einem Überangebot an Stahl konfrontiert wird. Das verderbe die Preise und treffe die Firma Peiner Träger mit ihren hohen Personalkosten besonders hart.

Reaktion des Betriebsrates

Der Betriebsrat Peiner Träger hat ein Info-Schreiben im Unternehmen verteilt, in dem die „Kapazitätsanpassung bei Personal und Mengen“ kritisiert wird. Unterschrieben haben das Schreiben die Betriebsratsvorsitzenden Udo Meyer und Gabriele Handke. Weiter heißt es: Die Geschäftsführung wolle ein Dreischicht-Modell einführen. Das bedeute im Stahlwerk eine Reduzierung der Stahlproduktion von 1,6 Millionen auf eine Million Tonnen sowie den Abbau von 107 Angestellten (davon 74 Zeitarbeiter). Und im Walzwerk ein Senken der Produktion von knapp 1,4 Millionen auf etwa eine Million Tonnen. Dort wolle man 76 Stellen streichen (davon 45 Zeitarbeiter). Dann wären 183 Arbeitsplätze weg. Dagegen will sich der Betriebsrat wehren.

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