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Peiner Träger: "Arbeitsplätze aber nicht gefährdet"

Peine Peiner Träger: "Arbeitsplätze aber nicht gefährdet"

In einem "schwierigen Geschäftsjahr" befindet sich das Unternehmen Peiner Träger. "Es herrscht eine ungesunde Marktsituation - und zwar für alle Stahlhersteller", sagt Betriebsratsvorsitzender Udo Meyer. Am Peiner Standort der Salzgitter AG herrsche dennoch Optimismus.

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Außenansicht: Das Peiner Stahlwerk in der Abenddämmerung.

Quelle: A

Peine. Eigentlich sei die Auftragslage ganz gut, so Meyer. „Vielleicht gibt es momentan ein Überangebot bei Flachstahl und Träger“. Doch während etwa Automobilindustrie und Stahlbau Gewinne schreiben würden, müssten „die, die das Material herstellen, kämpfen“, so der Betriebsrat.

Nachdem sich die Salzgitter AG nach zuletzt sieben Millionen Euro Minus für das erste Quartal 2012 allmählich berappelt, hängt Peiner Träger immer noch hinterher. Das Problem: Das Unternehmen stellt vorrangig Träger für den Hallenbau und für die Infrastruktur her. Durch die Konjunkturkrise sind die Investitionen in diesen Bereichen allerdings zurückgefahren worden - was nicht heißt, dass sie nicht nötig wären.

„Der Bedarf ist da, aber es wird nicht investiert“, bedauert Meyer. „In Deutschland müssten wir viel massiver in den Brückenbau investieren, um die Infrastruktur zu verbessern. Das wird seit Kurzem nicht mehr gemacht.“

Bei Peiner Träger führt das dazu, dass die vorhandenen Kapazitäten nicht ausgelastet werden. „Das wirkt sich auf die Preise aus“, erklärt Meyer. „Aufträge kommen immer kurzfristiger rein, was dazu führt, dass Verunsicherung darüber herrscht, wie weit Vorschub geleistet werden sollte.“ Doch die Konjunktur-Krise berge auch Chancen. „Da der Euro so abgewertet ist, können wir schwere Träger leichter exportieren.“ Doch das reiche nicht aus.

Um der derzeit dennoch schwachen Auftragslage entgegenzuwirken, sind bei Peiner Träger „Maßnahmen eingeleitet“ worden, die ebenso wie das Strukturprogramm (siehe Hintergrund) gut greifen, so Meyer. „Der Standort wird dadurch bestärkt.“ Energieoptimierung, bessere Auslastung des Elektro-Ofens, Produktionsauslastung - daran werde unter anderem gearbeitet. Arbeitsplätze seien nicht gefährdet. „Trotzdem ist die derzeitige Situation natürlich eine Belastung für die Belegschaft“, meint der Betriebsrat. „Das geht nicht spurlos an den Mitarbeitern dabei.“

Eine Veränderung werde naturgemäß oft als Bedrohung empfunden. Und auch wenn es nach Konzernangaben in absehbarer Zeit kein Thema ist, sei es nach Meyers Ansicht momentan eigentlich unumgänglich, die gesetzliche Kurzarbeitsregelung auf 24 Monate zu verlängern.

HINTERGRUND: Peiner Träger: Strukturprogramm

Mehr als 20 MVZR-Teams (Messen, Visualisieren und Verstehen, Ziele setzen und Kommunizieren, Realisieren) gibt es mittlerweile im Strukturprogramm der Peiner Träger.

Sie prüfen Vorschläge von Mitarbeitern zur Betriebsoptimierung auf Realisierbarkeit, diskutieren über technische Verbesserungsvorschläge und stimmen – auch betriebsübergreifend – gemeinsame Lösungen ab.

Jedes MVZR-Team liefert so Bausteine für den Fortschritt des Strukturprogramms und hilft dem Konzern, seine Strukturen zu optimieren.

ju

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